Rebgasse wird ausgebaut

Thomas Loisl Mink

Von Thomas Loisl Mink

Di, 12. Februar 2019

Lörrach

Der mittlere Teil der Straße soll saniert werden / Abwasserkanal wird ab März erweitert.

LÖRRACH. Der mittlere Teil der Rebgasse in Stetten soll ausgebaut werden. Die Straße ist in einem ziemlich schlechten Zustand. Hinzu kommt, dass an einem Ende der Gasse, die zwischendurch unterbrochen ist, zurzeit ein größeres Wohnbauprojekt entsteht. Das macht es auch notwendig, dass der Abwasserkanal vergrößert wird.

Das Projekt habe eine längere Vorgeschichte, stellte Klaus Dullisch, Fachbereichsleiter Straßen/Verkehr/Sicherheit, fest. Wegen des Ausbaus gab es Unstimmigkeiten mit Anwohnern, der südliche Teil der Rebgasse bleibt deshalb unverändert. Im Mittelteil gab es bereits Veränderungen. Anwohner haben ihre Hofeinfahrten und Grundstücksbegrenzungen gestaltet, jetzt kommen zwei neue Mehrfamilienhäuser hinzu. Dort soll auch eine Wendefläche entstehen. Eine vorhandene Stützmauer muss laut Dullisch aber nicht erneuert werden, da sich mit dem Schwerlastverkehr zur Baustelle gezeigt habe, dass die bestehende Mauer ausreiche. Eine neue Mauer wäre also unverhältnismäßig teuer.

Ohne die Mauer rechnet die Stadtverwaltung mit Gesamtkosten von 505 000 Euro. Dullisch wies darauf hin, dass die Straßenbaufirmen sehr stark ausgelastet sind und die Preise sich bis im nächsten Jahr stark erhöhen können. Für 2020 nimmt er eine Kostensteigerung von zwölf Prozent an. Die Kosten werden zu einem großen Teil als Erschließungsbeiträge auf die Anlieger umgelegt. Auf Nachfrage von Bernhard Escher antwortete Dullisch, wie hoch die Beiträge im Einzelnen seien, könne er noch nicht sagen. Die Berechnung hänge von der Grundstücksfläche und von der Zahl der Geschosse des darauf stehenden Hauses ab. Im Oktober soll es eine Anwohnerinformation geben, wo er Musterrechnungen vorlegen möchte.

Ulrich Heuer (CDU), Heinz-Peter Oehler (SPD) und Thomas Denzer (Freie Wähler) sind froh, dass das endlich angegangen wird. Stephan Berg (Grüne) wollte wissen, ob die Wendefläche wirklich nötig sei. Die sei vor allem für Müllfahrzeuge nötig, antwortete Dullisch. Denzer regte an, die Inzlinger Straße gleich mitzumachen; Escher wollte den Verbindungsweg zwischen Inzlinger Straße und Rebgasse ausgebessert wissen. Beides könne wegen des Erschließungsbeitragsrechts nicht zugleich gemacht werden, doch auch für die Inzlinger Straße liefen die Planungen, sagte Dullisch.

Schon bevor der Ausbau beginnt, muss wegen des großen Neubaus der Abwasserkanal in der Rebgasse erweitert werden. Das wird von März bis Mai geschehen. Für etwa sechs Wochen wird die Rebgasse dann jeweils tagsüber von 7 bis 17 Uhr voll gesperrt. Auch in der Inzlinger Straße muss der Abwasserkanal saniert werden, das kann aber durch eine Innensanierung geschehen, sagte Robert Schäfer, Leiter des Abwasserbetriebs. Auch Wasserleitungen werden erneuert. Er rechnet mit 80 000 Euro für die Kanalarbeiten und 140 000 Euro für den Wasserleitungsbau. Beides wird über die Wasser- und Abwassergebühr finanziert.