Reflexion von "Landschaften"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 06. September 2010

Waldkirch

12. September: Vernissage.

WALDKIRCH (BZ). Mit einer fulminanten Ausstellung kehrt der in Schriesheim lebende, 1961 in Kollnau geborene Maler Hans Nopper in seine Heimat zurück. Von 1983 bis 1989 studierte Nopper an der Kunstakademie in Karlsruhe und wurde Meisterschüler bei Prof. Max Kaminski. 1992 erhielt er ein Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz und 2000 den Heinrich-von-Zügel-Preis (Kunstpreis der Stadt Wörth a. Rhein). Über viele Jahre hinweg lebte er als freier Künstler in Berlin und Edenkoben. In zahlreichen Ausstellungen, unter anderem in der Galerie Josef Nisters in Speyer, im Künstlerhaus Edenkoben, der Städtischen Galerie Speyer, dem Georg-Scholz-Haus Waldkirch, im Herrnhaus Edenkoben, in Mannheim und der Städtischen Galerie in Wörth, wurde sein Oeuvre einem breiten Publikum gezeigt. Durch die Zusammenarbeit mit der Speyerer Galerie Nisters nahm Nopper mit Erfolg an nationalen und internationalen Messen teil, etwa in Straßburg, Köln oder Karlsruhe.

Seit jeher bildet für den Künstler ein beherrschender Inhalt seiner Arbeiten die malerische Auseinandersetzung und Neuinterpretation des Themas "Landschaft". Grundlage seines Schaffens heißt für ihn beobachten und registrieren. Seine Gemälde entstehen fast ausschließlich im gewissen zeitlichen Abstand, in bewusster Reflexion, in dem das Moment der Erinnerung mitschwingt. So ist es nicht ungewöhnlich, dass auch Kindheitserinnerungen oder Eindrücke von Reisen in neuen Raumvorstellungen zum Ausdruck kommen. Im Verzicht auf jegliche Abbildhaftigkeit löst Nopper auf einzigartige Art und Weise im gestisch nachvollziehbaren Pinselduktus und expressiven Farb-Formmodulationen die Wesenhaftigkeit und die Charaktere einer Region heraus.

Die immense Spannbreite seines bildnerischen Vokabulars, die ungeheuere Vitalität seines Kolorits suggerieren auf einmalige Art die Energien, das Geheimnis der Natur. Innenschau und Außenwelt führt Nopper zu einer vielsprachigen Symbiose, die es dem aufmerksamen Beschauer erlaubt, sich in die Natur zu imaginieren und neue Innenwelten aufzuspüren.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 12. September um 11 Uhr lädt die Stadt Waldkirch und das Georg Scholz Haus Kunstforum Waldkirch herzlich ein. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Richard Leibinger führt die Speyerer Kunsthistorikerin Dr. Andrea Nisters in die Ausstellung ein.

Die Ausstellung läuft bis zum 3. Oktober. Besucher können die Exponate donnerstags von 15 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 15 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 13 Uhr in Augenschein nehmen.

Weiterer Informationen: Georg Scholz Haus Kunstforum Waldkirch, Merklinstraße 19, 79183 Waldkirch. Telefon: 07681/5161 und 07681/8735. Internet: http://www.georg-scholz-haus.de