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09. Juni 2012

Regen lässt den Pegel steigen

Innerhalb eines Tages sind am Hochrhein 80 Liter Wasser je Quadratmeter gefallen.

  1. Auf der Flucht vor dem Regen: Besucher des Cityfestes Foto: Dorweiler

RHEINFELDEN/SCHWÖRSTADT. Der Hochrhein ist einigermaßen glimpflich davon gekommen: Während im Markgräflerland und in Lörrach zum Teil heftige Hagelschauer niederprasselten, gab es hier zwar heftigen Regen aber kaum Hagel.

Sechs Einsätze mussten die Feuerwehrabteilungen leisten, je drei mal waren die Kameraden aus Karsau und Nollingen draußen, in fünf Fällen war es Wassernot, in einem Fall musste ein abgebrochener starker Ast am Vogelsang in der Zufahrt zum Kreiskrankenhaus entfernt werden, so Kommandant Gerhard Salg. Besonders heftig hat ein Anwesen in der Karsauer Königseggstraße erwischt: Dort musste die Feuerwehr gleich zwei Mal anrücken, um den Keller frei zu pumpen.

Für die technischen Dienste hielten sich die Schäden in Grenzen. Noch am schlimmsten war es im Stadtpark nördlich des Hauses Salmegg: Dort sorgte der starke Regen für größere Gräben in dem unbefestigten Weg. Ansonsten galt es, verschiedene Bauzäune wieder aufzustellen, die der Wind umgedrückt hatte, sagte Leiter Siegfried von Au.

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Die Regenmengen, die am Donnerstag niedergingen sind rekordverdächtig: Helmut Kohler, Hobbymeteorologe aus Schwörstadt hat bei dem Gewitter um 18.30 Uhr innerhalb von 20 Minuten 25 l/m² Regen gemessen. Mit 80 l/m² innerhalb von 19 Stunden wurde gar ein neuer 24-Stundenrekord aufgestellt. Zum Verglich nennt Kohler die Monate Februar und März, in denen zusammen gerade einmal 58,4 l/m² niedergingen. Der bisherige Tages-Niederschlagrekord stammt übrigens vom 12. Mai 2005, damals fielen innerhalb eines Tages 76,1 l/m².

Der Starkregen hat auch den Rheinpegel stark steigen lassen: Innerhalb weniger Stunden kletterte die Abflussmenge von etwa 1500 Kubikmetern je Sekunde auf knapp 2300 Kubikmeter am Freitag Mittag – damit soll nach den Prognosen der Experten aber der Höhepunkt schon erreicht sein. In den nächsten Tagen sinkt der Pegel wieder.

Entwarnung gibt auch Stefan Mehlin, Zweiter Vorsitzender der IG Weinbau Herten: 48 Liter Regen seien in den Reben je Quadratmeter niedergegangen, aber kein Hagel: Beste Aussichten also für das Rebblütenfest am Sonntag

Autor: Ralf Staub