The Black Seeds

REGGAE: Alte Sounds und frische Songs

Jürgen Schickinger

Von Jürgen Schickinger

Fr, 08. September 2017

Rock & Pop

Alles wird besser! "Fabric", das neue Album der Black Seeds, ermutigt gleich zu Beginn mit der Aussicht auf "Better Days". Die positive Reggae-Nummer kursiert bereits länger. Sie war die erste Single von "Fabric", auf das die Fans der Black Seeds fünf Jahre lang warten mussten. Kritiker lobten die neuseeländische Truppe schon als "beste Reggae Band". Doch stilistisch lässt sie sich auch auf ihrem sechsten Studioalbum nicht astrein einordnen – ähnlich wie ihre Landleute von Fat Freddy’s Drop. "Freakin", die zweite aktuelle Auskopplung aus "Fabric" groovt funky. Nichts zu hören von Reggae. Der bildet zwar oft das rhythmische Zentrum. Ihr altmodischer, herzhaft-knuspriger Klang hebt die sechs Neuseeländer aber vom Rest des Genres ab. Weiter fort trägt sie der fast geraunte Gesang, der eine schöne Spannung zur Old-School-Instrumentierung aufbaut. "Fabric" erfreut wieder einmal mit der gekonnten Black-Seeds-Mischung aus altem Sound, frischen Songs und schönen Texten. In "The Weaver" besiegt die Liebe allen Schmerz.

The Black Seeds: Fabric (Proville
Records).