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23. Mai 2017

Mit Rad und Bus bequem ans Ziel

Vor Alpenpanorama, am Fluss entlang oder durch die Großstadt: Organisierte Radreisen per Bus sind beliebt .

  1. Gesellig: Gemeinsame Erlebnisse verbinden. Foto: GBK

  2. Perfekte Kulisse: Der Bus transportiert das Gepäck und die Reisenden können entspannt per Rad oder E-Bike die Landschaft erkunden und das Alpenpanorama genießen. Foto: GBK

Tausende Deutsche radeln. Der Urlaub auf zwei Rädern liegt im Trend. Auf diese Bewegung reagieren auch Busreiseveranstalter mit Angeboten für Einsteiger, Wochenendradler und Durchtrainierte. Urlaub mit dem Fahrrad bedeutet Spaß, Abwechslung und ermöglicht ein intensives Erleben und im wahrsten Sinne des Wortes Erfahren der Natur.

Nach wie vor besonders beliebt ist das Radfahren entlang der deutschen Flüsse. Dort lässt es sich ohne wesentliche Höhenunterschiede in die Pedale treten. Nach wie vor zu den Top-Strecken zählen Elbe-, Weser-, Ruhrtal- und Donau- sowie der Moselradweg. Immer häufiger werden auch Reisen auf dem Rheinradweg nachgefragt. Die Tour entlang einem der größten Flüsse Europas wurde 2016 laut Allgemeinem Deutschen Fahrradclub besonders häufig angesteuert.

Immer beliebter: Städtetrips per Bus und Rad

Auch Städtetouren per Rad steigen auf der Beliebtheitsskala. Ohne große Anstrengungen lassen sich zum Beispiel norddeutsche Hansestädte erkunden. Das E-Bike verleiht dem Fahrradboom in der Bustouristik zusätzliche Dynamik. Denn mit elektrischer Unterstützung strampeln Senioren auch gelassen durch die Weinberge im Elsass, bewältigen entspannt die Steigungen im Allgäu und genießen das Panorama in den Dolomiten.

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"Der Boom des Radtourismus hat längst auch die Busbranche erfasst", stellt Hermann Meyering, Vorsitzender der Gütegemeinschaft Buskomfort (GBK), fest. "Geführte Radreisen empfehlen sich für Frischluftfans, die gerne in einer Gruppe radeln und neue Leute kennen lernen wollen. Bei der Navigation verlassen sie sich lieber auf den Reiseleiter und hinsichtlich einer risikolosen An- und Abreise auf den Busfahrer", sagt er.

Der Verband hat bundesweit rund 1000 Fahrzeuge mit dem Gütezeichen "RAL Buskomfort klassifiziert". Diese Sterne stehen für den Komfort und die Qualität des jeweiligen Fahrzeugs. Fünf Sterne zeigen dem Reisegast beispielsweise, dass er sich nach einer anstrengenden Strecke im Fahrradsattel in komfortablen Sitzen mit ausreichend Beinfreiheit erholen kann – mit Klimaanlage und einer kühlen Erfrischung an heißen Sommertagen oder einem wärmenden Kaffee oder Tee nach einem Regenguss.

"Wir buchen Radtouren mit dem Bus, weil wir den guten Service schätzen", erzählt Barbara Eifer, die zusammen mit ihrer Freundin Elke Renner in den vergangenen Jahren fünf Radtouren zwischen Passau und Lübeck unternommen hat. "Übernachtung, Gepäcktransport, Stadtrundgänge, Picknick im Freien, alles wird organisiert", sagt Elke Renner. "Der Urlaub beginnt für uns schon in dem Moment, wenn wir uns in die Bussitze fallen lassen. Am Zielort sind dann nur noch frische Luft, körperliche Betätigung und Geselligkeit angesagt."

Und selbst ein platter Reifen ist bei einer geführten Radreise kein Problem. Die Reiseleiter sind zumeist erfahrene Profis und handwerklich geschickt. Für den Fall des Falles dauert es also meist nicht lange, bis wieder unbekümmert und kräftig in die Pedale getreten werden kann.

Die Räder werden in der Regel vom Busunternehmer gestellt. Sie sind auf die Körpergroße der Gäste abgestimmt und fahren in einem Hänger mit. Wer will, kann meist aber auch das eigene Bike mitnehmen.

Weitere Infos im Internet unter http://www.buskomfort.de

Autor: bz