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17. Juli 2017

Eine Amazone auf dem Podest

Nicht alle Hoffnungen der Teilnehmer aus der Region erfüllen sich auf der Fohlenweide.

  1. Moritz Schmiederer vom RV Lahr legt sich mächtig ins Zeug beim S-Springen im Wettbewerb der Junioren. Foto: Fotos: Pressebüro SchalleR

  2. Vivien Wesemann vom RC 77 Kippenheim beim finalen Pony-Springen Foto: Pressebüro Schaller

REITEN. Reiterinnen und Reiter aus der Region spielten ihre Rollen bei der Landesmeisterschaft in Schutterwald. Timo Beck aus Legelshurst wurde Meister bei den Springreitern, Lokalmatador Daniel Armbruster aus Schutterwald nahm die Bronzemedaille entgegen (siehe Artikel auf Seite 14). Auch bei den jüngeren Kandidaten gab es Hoffnungen. Nicht alle von ihnen erfüllten ihre eigenen Erwartungen. Aber eine Amazone durfte aufs Podest.

Entspannt und zufrieden blickte Kira Eisele am Sonntagvormittag auf die Veranstaltung auf der Schutterwälder Fohlenweide. Die 14-Jährige vom RV Lahr freute sich über die Vizemeisterschaft im Championat der Junioren im Springreiten. An Freitag und Samstag hatte sie mit ihrer neunjährigen Stute Campina den Grundstein dafür gelegt mit den Plätzen zwei und zehn in den Prüfungen. Wobei sie am Sonntag sagte: "Gestern hatte ich mit mehr erhofft. Wir waren beide nicht richtig bei der Sache und haben uns wohl vom Drumherum zu sehr ablenken lassen."

Der wichtige Sieg im abschließenden Stechen

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Die Reaktion darauf war ihr Sieg in der dritten und letzten Wertungsprüfung am Sonntagvormittag, einem Springen der Klasse L mit Stechen. Lohn war eine führende Rolle bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag mit der Vizemeisterschaft. Direkt hinter ihr platzierte sich Lea Mild, die Schutterwälderin die für den RC Altenheim reitet, auf dem Bronzerang.

Der Friesenheimer Maxi Benz, der für den RV Ichenheim reitet, zeigte im Springen der Jungen Reiter vor allem im Sattel von Quinta ausgezeichnete Ergebnisse. Er siegte am Freitag in einer Zeitspringprüfung der Klasse S* und wurde am Samstag im S-Springen mit seiner Stute Dritter: Damit hatte er glänzende Voraussetzungen für einen Angriff auf die Spitze in der finalen Prüfung am frühen Sonntagnachmittag geschaffen. Doch dort erfüllten sich seine sportlichen Träume nicht. Der Friesenheimer wurde mit seinem Pferd Quinta Fünfter. Das reichte für den Rang fünf im Endklassement. "Damit bin ich super zufrieden", sagte der Friesenheimer. "Quinta ist erst siebenjährig. Sie war das jüngste Pferd auf der Tour. Zudem habe ich am Freitag mein erstes S-Springen gewonnen." Benz hatte noch ein zweites Pferd im Wettbewerb. In dieser Kombination aber ritt er nicht mit im Kampf um die vorderen Plätze. Auf Germany beendete er die Gesamtwertung nach drei Wertungsspringen auf dem 12. Platz.

Moritz Schmiederer bewertete seinen Auftritt am Sonntagmorgen bei der Springprüfung der Klasse S* sehr selbstkritisch. "Wir haben nicht so gut harmoniert", stellt er fest und wischte sich im Stallzelt den Schweiß von der Stirn.

Der Unterschied zwischen Championat und Meisterschaft

In den beiden M-Prüfungen an den Tagen zuvor war der 17 Jahre alte Reiter des RV Lahr auf seinem 12-jährigen Holsteiner Wallach Lord Lennox jeweils auf Rang 13 in der Springmeisterschaft der Junioren geritten. Am Sonntag kamen die beiden auf den 20. Platz. Im vergangenen Jahr noch war Schmiederer in Schutterwald im Championat der Junioren Dritter geworden. Die sportlichen Ansprüche aber sind in der Meisterschaft der Junioren, an der er erstmals teilnahm, nun deutlich höher, die Konkurrenz wesentlich härter. Das Championat ist den Kandidaten von 14 bis 16 Jahren vorbehalten, in der Meisterschaft reiten vorwiegend die älteren Junioren und Juniorinnen. Schmiederer, der Lahrer Gymnasiast wurde in der Addition der drei Wertungsprüfungen auf den 18. Platz gewertet.

Vivien Wesemann vom RC Kippenheim zog am Sonntag nach drei Wertungsprüfungen etwas zerknirscht Bilanz. "Es ist nicht so gut gelaufen", räumte sie ein. Sie trat mit ihrem 15-jährigen Fuchs Fame in der Springmeisterschaft der Ponys in Schutterwald an. In den vergangenen drei Jahren war sie dreimal südbadische Vizemeisterin gewesen, daraus folgen naturgemäß bestimmte sportliche Ansprüche. Auch bei der Landesmeisterschaft wollte sie eine gute Rolle spielen. Ihr blieb am Ende der Veranstaltung der achte Gesamtrang.

Autor: Uwe Schwerer