Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. Juli 2012

"Ich bin dann Ende September auf der Insel"

BZ-Interview mit dem Springreiter Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen über seine Nicht-Nominierung für Olympia in London.

EIMELDINGEN. Trotz des Ausfalls einiger Pferde und ihrer deutschen Reiter hat es Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen nicht geschafft, bei den Olympischen Spielen vom 27. Juli bis 12. August in London dabei zu sein. Welche Hoffnungen er sich gemacht hat und wie er mit der Nicht-Nominierung umgeht, wollte Georg Gulde von dem 40-Jährigen wissen.

BZ: Seit wann wissen Sie, dass Olympia in London ohne Sie stattfindet?

Dreher: Nach dem Nationenpreis beim CHIO in Aachen, also am Donnerstag, stand so gut wie fest, dass ich nicht dabei sein werde. Bundestrainer Otto Becker hatte sich auf die vier Starter festgelegt. Nur der Ersatzreiter war noch offen.

BZ: Also haben Sie sich doch noch große Hoffnungen gemacht, wenigstens als Ersatz nominiert zu werden, oder?

Dreher: Eigentlich nicht. Denn die Ergebnisse der ganzen Saison waren entscheidend – und nicht nur Aachen. Dass nun Meredith Michaels-Beerbaum Ersatz ist, das ist schon okay.

BZ: Das klingt sehr abgeklärt. Haben Sie die Nicht-Berücksichtigung tatsächlich schon abgehakt?

Werbung


Dreher: Was soll ich machen? Soll ich Trübsal blasen? Ich war im Kreis der Kandidaten, es war eine sehr knappe Entscheidung – und sie ist für Meredith Michaels-Beerbaum gefallen. Damit musste ich rechnen. Für mich wäre es überraschend gewesen, wenn sich Bundestrainer Becker für mich entschieden hätte.

BZ: Sie erzielten zuletzt Ihre besseren Resultate auf Embassy und nicht auf Ihrem Paradepferd Magnus Romeo. War dies auch ein Grund, der gegen Ihre Nominierung sprach?

Dreher: Es ist immer so, dass man bessere Karten beim Trainer hat, wenn das Spitzenpferd in Topform ist und man mit ihm die besten Resultate erzielt. Entscheidend war das aber wohl nicht. Es ist eben so, dass Meredith Michaels-Beerbaum sehr viel internationale Erfahrung hat – und als Dritte beim Großen Preis in Aachen ja auch einen Platz vor mir lag. Diese Kombination hat den Ausschlag gegeben.

BZ: Und wie geht’s nun weiter?

Dreher: Ich werde noch bei einigen Springen der Global Champions Tour starten. Und ich bin dann Ende September auf der Insel – beim Nationenpreis in Dublin.

Autor: gg