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16. Juli 2012

Rektor: "Prüfungen waren letzter Stresstest"

97 Schülerinnen und Schüler der Werkreal- und Realschule des Bildungszentrums wurden in feierlichem Rahmen verabschiedet / Abschlusszeugnisse überreicht.

  1. dito Foto: Martha Weishaar

  2. Matthias Veit und Silvia Intlekofer unterhielten stilvoll an Gitarre und Querflöte. Foto: Martha Weishaar

BONNDORF. Als "aufgereihte, junge Edelsteine, die glänzen, weil sie dem Druck stand gehalten haben" bezeichnete Werkrealschulrektor Volker Ehrler in Anlehnung an den Entstehungsprozess von Diamanten die insgesamt 97 Schülerinnen und Schüler der Werkreal- und Realschule des Bildungszentrums, die am Freitag nach einem ökumenischen Gottesdienst in feierlichem Rahmen verabschiedet wurden.

Die Prüfungen waren der vorerst letzte Stress-Test für die Jugendlichen, wenngleich der Begriff "Mittlere Reife" klar darauf verweist, dass die überreichten Abschlusszeugnisse allenfalls ein "Zwischenbescheid" sind, auf den gleichwohl alle stolz sein können, ergänzte der Schulleiter. Der Druck lässt indes auch im Verlauf des weiteren Reifeprozesses der Heranwachsenden nicht nach. Ehrler wünschte den Schulabgängern Erkenntnis und Kraft zum notwendigen Gegendruck, außerdem Widerstandskraft gegen das Gehabe in Facebook sowie gegen Zeitgeist, Feigheit und Angepasstheit. Vielmehr forderte der Schulleiter Mut und Zivilcourage, die er als "Tapferkeit des Hirns", aber auch "Ausdruck persönlicher Freiheit" bezeichnete. "Wir wollten euch dafür stark machen, dass ihr Mut habt, öffentlich eure eigene Meinung zu äußern, euch einzumischen und gegen den Strom zu schwimmen. Schaut genau hin, nehmt Ungerechtigkeiten wahr!", appellierte er an die Jugendlichen. Schule war ein geschützter Raum, nun erwartet die jungen Menschen ein raueres Klima. Mündig sein heißt, auch bei Gegenwind den Mund aufzumachen, Verantwortung zu übernehmen. "Unser Land braucht euch als mündige Bürger. Erst eine gestaltete Freiheit gibt einer Gesellschaft Kultur, Substanz und Inhalt", führte Ehrler weiter aus und geißelte Gleichgültigkeit als Verantwortungslosigkeit, welche die Freiheit bedroht und die Menschenwürde antastet. Den Schülern wünschte er zum Abschluss Durchschlags- und Gestaltungskraft für ein gelingendes Leben.

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Realschulrektor Paul Gihr dankte sämtlichen Kollegen, welche die Schüler zu ihrem Abschluss geführt, getragen oder auch gezwungen haben. Melanie Albert, Elternbeiratsvorsitzende der Werkrealschule, appellierte im Namen sämtlicher Eltern an die Jugendlichen: "Nehmt eure Wünsche ernst, erkennt eure Spielräume und übernehmt Verantwortung!"

"Unser Land braucht

euch als mündige Bürger"

Volker Ehrler, Rektor
Auch die Schüler dankten zum Abschluss in einer humorigen Ansprache. Stellvertretend für alle ergriff das Schulsprechertrio Janine Ketterer, Larissa Faller und Philipp Keller das Wort und dankte Lehrern wie auch Eltern für die Geduld und richtige Führung, selbst bei emotionalen Ausbrüchen, Wut und Launen der Schüler. Ein stilvolles Rahmenprogramm gestaltete das Duo Silvia Intlekofer an der Querflöte und Matthias Veit an der Gitarre. Heiko Faller, Daniel Isele und Felix Birsner - drei ehemalige Schüler des Bildungszentrums - unterhielten die Festgesellschaft mit zeitgemäßen Liedbeiträgen und die Tanz-AG des Plusprogramms begeisterte mit einer temperamentvollen Tanzeinlage zu "Balada".

Höhepunkt für die herausragenden Schüler-Asse war freilich die Preisverleihung für besondere Leistungen. Den Fürstabt-Gerbert-Preis der Sparkasse erhielten als Schulbeste der Realschule Irina Vollmer (10 b) mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,1 sowie die Klassenbesten der 10a, Miriam Tröndle und der 10c, Luisa Ancona, mit einem jeweiligen Notendurchschnitt von 1,3. Als Beste der Werkrealschule erhielt Kathleen Asal nach Abschluss der Klasse 10 mit einem Notendurchschnitt von 1,6 diesen Preis. Den Schultze-Delitzsch-Preis der Volksbank für die besten Leistungen im Fach Mathematik erhielt von der Werkrealschule Dunja Zeller nach Abschluss der zehnten Klasse für ihren Notendurchschnitt von 2,0.

Von der Realschule Bonndorf erhielten diesen Preis Luisa Ancona (10 c, 1,3), Jannis Aselmann (10a, 1,4), Irina Vollmer (10b, 1,4) und Natasja Meier (10b, 1,4). Den Preis der Partnerschule Bains les Bains für beste Leistungen in Französisch erhielt ebenfalls Luisa Ancona (1,1). Und auch beim Preis für sehr gute Leistungen in Englisch (1,2) war Luisa Ancona neben Janine Ketterer (10b), Jessica Stolz und Nora Bulla (beide 10 a) mit von der Partie. Kathleen Asal (1,1) und Jessica Baumgartner (1,3) erhielten diesen Preis für die Werkrealschule.

Den Deutschpreis der Volkshochschule erhielten für die Werkrealschule Giovana Begemann (1,6), und für die Realschule Jessica Stolz (1,0).

Jessica Baumgartner (1,2) erhielt außerdem den Geschichtspreis der Stadt Bonndorf. An der Realschule ging dieser Preis mit einer glatten eins an Ferdinand Duttlinger ( 10b).

BESTE NOTEN

Preise für einen Notendurchschnitt von besser als 1,4 erhielten an der Realschule Janine Ketterer, Natasja Meier, Markus Grammel, Aren Schnitzer, Jessica Stolz sowie Stefan Sigwart. Ein Lob für einen Notendurchschnitt zwischen 1,5 und 1,9 erhielten aus der R10a Jannis Aselmann, Miriam Lenz, Timo Morath, Lena Thoma und Rebecca Gut. Aus der R10b wurden Jakob Heini, Ferdinand Duttlinger, Samira Fauth, Julia Olböter, Madeleine Probst, Lena Vogelbacher und Larissa Faller ausgezeichnet, aus der R10c Simone Stotz, Elena Kehl, Nora Bulla, Andreas Behringer und Franziska Dietsche. Aus der zehnten Klasse der Werkrealschule erhielten Eva-Marie Behrens, Adriana Kristo, Jannik Zimmermann und Ralf Ackermann ein Lob, aus den neunten Klassen Selina Kramer (9a) und Robin Altmann (9b).  

Autor: mhw

Autor: Martha Weishaar


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