Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

03. Dezember 2011 20:16 Uhr

Fußball-Bundesliga

Remis gegen Hannover: Freiburg holt einen Punkt

Der SC Freiburg bleibt auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Die Breisgauer müssen sich aber erneut mit einem Remis zufrieden geben. Damit verharrt der Sportclub weiterhin auf einem Abstiegsrang.

  1. Papiss Demba Cissé trifft für den SC Freiburg zum 1:1 Ausgleich gegne Hannover 96. Foto: Achim Keller

In die Rolle des Unglücksraben ist an dem regnerischen Nachmittag Felix Bastians geschlüpft. Unmittelbar vor der Pause fälschte der Verteidiger einen von Abdellaoue scharf vors Tor getretenen Ball ins eigene Tor ab. "Wenn du letzter Mann bist, kann das mal passieren", sagte Bastian hinterher, wobei er sich weitaus mehr über die schwache Vorstellung seiner Mannschaft im ersten Durchgang aufregte als über sein Missgeschick.

Tatsächlich war es wenig erbaulich, was den 20000 Besuchern in den ersten 45 Minuten geboten wurde. Der Sportclub, bei dem Jonathan Schmid anstelle von Andreas Hinkel rechts verteidigte, und der im Angriff Stefan Reisinger neben Papiss Cissé aufgeboten hatte, klafften Anspruch und Wirklichkeit zunächst weit auseinander. Anstatt mit zügigem Spiel die Gäste unter Druck zu setzen, sich Chancen zu erarbeiten, musste die Mannschaft von Marcus Sorg öfter als ihr lieb war den Rückwärtsgang einlegen.

Hannover erwies sich als der erwartet gute Gegner. Angetrieben vom gut disponierten Schlaudraff, stellten die Niedersachsen die Freiburger gut zu, zwangen sie zu Fehlern und orientierten sich frech nach vorne. Schon kurz vor Bastians missglückter Rettungsaktion hatte Schlaudraff einen Warnschuss abgegeben, als er den Ball an den Pfosten des Freiburger Tores zirkelte. "Das Spielerische", sollte SC-Trainer Sorg hernach sagen, "haben wir in der ersten Hälfte vollkommen vernachlässigt."

Werbung


Ganz anders der zweite Durchgang. Jetzt entwickelte die Partie Bundesliga-Format, drückte der Sportclub vehement und erarbeitete sich auch gefährliche Situationen vor dem Kasten der Norddeutschen. Vor allem Cissé, der zunächst etwas undisponiert gewirkt hatte, zeigte jetzt seine Klasse und Unberechenbarkeit. Nach einer Flanke von Bastian köpfte er zunächst knapp neben das Gehäuse der 96er (65.), um unmittelbar darauf ein hohes Zuspiel des ungemein fleißigen Johannes Flum entgegen der Laufrichtung von Keeper Zieler zum umjubelten Ausgleich im Netz unterzubringen. Danach waren die Freiburger am Drücker, doch zum erhofften Siegtor sollte es, anders als noch in Nürnberg nicht mehr reichen. "Irgendwie", fand Flum, "hat uns ein bisschen der nötige Punch gefehlt." Wenn man "unten drin" stehe, fehle auch ein Stück weit die Sicherheit.

Zumindest nicht gänzlich unzufrieden präsentierte sich Trainer Sorg nach Spielschluss. Dass die Mannschaft nun schon im vierten Spiel in Folge ungeschlagen geblieben sei, spreche für einen gewissen Trend. Bange ist ihm deshalb auch vor den noch verbleibenden Aufgaben in der Hinrunde, beim 1. FC Köln und gegen Borussia Dortmund, nicht: "Wir werden schon noch Punkte holen." Überhaupt ist sich Sorg sicher: "Wenn wir so weiter machen, stehen wir nach dem 34. Spieltag überm Strich." Des Trainers Optimismus in Ehren, sein Team benötigt nun aber in naher Zukunft ein Erfolgserlebnis. Ein solches ist zwar, wie Sorg sagte, in der Liga prinzipiell gegen jedes Team möglich. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Nervenbelastung bei den Akteuren nach samstäglichen Dämpfern nicht gerade weniger wird.

Julian Schuster weiß das, trotzdem hat der Mittelfeldspieler auch gegen Hannover eine ganze Menge Erbauendes gesehen: "Das Team hat eine tolle Moral. Wie wir uns zurück gekämpft haben, das war absolut positiv." Zumindest in diesem Punkt, ist ihm nicht zu widersprechen.

Mehr zum Thema:

SC Freiburg: Das Minutenprotokoll zum Spiel gegen Hannover 96

Fotos: SC Freiburg und Hannover 96 trennen sich mit 1:1

Autor: Michael Dörfler


0 Kommentare

Damit Sie Artikel auf badische-zeitung.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig bei Meine BZ registrieren. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.



Weitere Artikel: SC Freiburg

  • Vegar Hedenstad vom SC Freiburg für U21-EM nominiert

    Norwegens Fußballverband hat seinen Kader für die Europameisterschaft der U21-Teams in Israel bekannt gegeben. Mit dabei ist auch Vegar Hedenstad vom Sportclub Freiburg. Mehr

  • Wünsche und Wirklichkeit

    Der SC Freiburg spielt eine grandiose Saison, verliert aber unglücklich das Spiel um Platz 4 – Fan Jogi Wagenhals feiert dennoch / Stationen einer Saison und eines Spiels. Mehr

  • Ein Eigentor als Stimmungskiller

    Der Sportclub Freiburg verliert das letzte Saisonspiel gegen den FC Schalke 04 mit 1:2 und qualifiziert sich damit für die Europa League / Felix Klaus verpflichtet. Mehr 3