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16. Dezember 2008 19:16 Uhr

Vorderreifen durchstochen

Rettungswagen im Einsatz angegriffen

Ein Rettungsteam ist während eines Einsatzes in der Innenstadt angegriffen worden. Wegfahren konnte der Wagen mit der Notfall-Patientin an Bord nicht mehr – die Randalierer hatten den Vorderreifen durchgestochen.

  1. Attacke auf die Rettungswagenbesatzung: Randalierer haben einen Vorderreifen durchgestochen, während im Wagen eine Notfall-Patientin versorgt wurde. Foto: Ingo Schneider

Mehrere Männer haben nach Informationen der Badischen Zeitung am späten Dienstagnachmittag während eines Einsatzes in der Freiburger Innenstadt einen Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes und dessen Besatzung attackiert.
Die Polizei hat den Zwischenfall gegenüber der Badischen Zeitung bestätigt.
Die ungewöhnliche Attacke hat sich in der schmalen Marktgasse zwischen Regierungspräsidium und Breuninger ereignet. Dorthin war der Rettungswagen wegen eines Notfalles gerufen worden. Eine Frau musste vom Notarzt und den Sanitätern medizinisch im Wagen versorgt werden, als es zu den Angriffen der Männer aus dem Obdachlosenmilieu kam. Das Rettungsteam verriegelte von innen die Türen und alarmierte die Polizei. Dann hörte das Rettungsteam, wie mit lautem Pfeifen die Luft aus dem Vorderreifen entwich. Grund der Aggression war offenbar, dass einer der Männer zu seiner Freundin, welcher der Notfalleinsatz galt, in den Wagen wollte. Über den Gesundheitszustand der Frau und die Art der Notfalls war nichts zu erfahren.
Schließlich wurde ein zweiter Rettungswagen alarmiert, der die Frau dann ins Krankenhaus brachte. Am ersten Krankenwagen musste von einem Pannendienst der zerstörte Reifen gewechselt werden.
"So etwas ist eigentlich unvorstellbar, es wird immer bunter", kommentierte Daniel Hierholzer, Leiter des Rettungsdienstes bei den Maltesern, am Abend kopfschüttelnd den Zwischenfall. Immer öfter hätten die Rettungsteam im Einsatz mit Aggressionen zu kämpfen.

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Autor: rö