Das Schulessen wird um einen Euro teurer

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Sa, 28. Juli 2018

Reute

Hintergrund sind die Personalkosten für die Betreuung.

REUTE (bso). Die gute Nachricht für alle Eltern vorweg: Unverändert bei 42 Euro pro Monat bleiben die Gebühren für das stark nachgefragte Betreuungsangebot verlässliche Grundschule (Kernzeit). Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstagabend. Für das neue Schuljahr haben sich bereits 60 Kinder angemeldet. Die Betreuung findet ab September in zwei Räumen statt, das Personal wird dauerhaft aufgestockt. Das Mittagessen wird aber teurer, es kostet künftig 4,70 Euro (bisher 3,70 – Selbstkostenpreis). Hintergund sind die Personalkosten: Im vergangenen Jahr seien 2800 Essen ausgegeben worden, so Hauptamtsleiterin Katja Rogowitz, 2018 werden es 3000 sein. Auch seien neue Tische und Stühle für den Mittagstisch angeschafft worden. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, eine Gebühr für die Betreuung der Kinder in diesem Zeitraum zu erheben. Die Verwaltung behält sich vor, in Fällen, in denen ein Kind aus medizinischen Gründen mitgebrachtes Essen gewärmt bekommt, eine Gebühr von einem weiteren Euro zu erheben.

Ebenfalls teurer wird die Hausaufgabenbetreuung um zehn Euro auf nun 55 Euro im Monat. Begründet wird auch dies mit höheren Personalkosten. Zudem liege Reute dann noch immer unter vergleichbaren Gemeinden im Landkreis. Diesen Service nutzen 33 Schülerinnen und Schüler. Der Zuschuss der Gemeinde wird sich im Vergleich zum Vorjahr auf 28 000 Euro mehr als verdoppeln. Die Erhöhungen gelten ab 1. September.

Ab den Herbstferien und nur indirekt steigen die Kosten für die Ferienbetreuung. Hier entfällt der bislang gewährte Nachlass bei größeren Gruppen. Pro Woche werden einheitlich, unabhängig von der Zahl der angemeldeten Kinder, 65 Euro verlangt. Dazu wird aus arbeitsrechtlichen Gründen die Betreuungszeit um eine halbe Stunde verkürzt (nach sechs Stunden muss der Arbeitnehmer eine halbe Stunde pausieren). Die Betreuung erfolgt dann von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr.

Die Gemeinde erfüllt im Kindergartenjahr 2018/19 den Rechtsanspruch der Eltern auf Kindergartenplatz beziehungsweise frühkindliche Förderung. Inzwischen werden mehr als die Hälfte der unter Dreijährigen in Reute betreut (52 Prozent). Nach sehr hohen Zahlen in den vergangenen Jahren sank die Zahl der aktuell bis Einjährigen auf 20. Dafür besteht bei Kindergartenkindern ein höherer Bedarf. Elf fehlende Plätze werden durch kurzfristige Überbelegung geschaffen. Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Kindergartens Fantasia beginnen am Montag. Insgesamt gibt die Gemeinde für beide Kindergärten über 500 000 Euro dazu.