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13. Januar 2012
"Schwieriger, spannender"
Bürgermeister Michael Schlegel hält die Ansprache beim Neujahrsempfang des CDU-Ortsvereins.
REUTE. Der Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbands in Reute ist längst zu einer Tradition geworden. Erneut folgten zahlreiche Reuter Bürger der Einladung. Begrüßen konnte der CDU-Ortsvereinsvorsitzende Daniel Beck auch einige Vereinsvertreter, Schulrektorin Alexandra Kexel, Vertreter des Gewerbevereins sowie den Bundestagsabgeordneten Peter Weiß.
Beck hatte den Neujahrsempfang unter das Motto gestellt: "In unseren Dorf tut sich was!" Dabei streifte er die Finanzlage der vergangenen Jahre und stellte fest, dass die Zukunft für die Gemeinde etwas besser aussehe.Bundestagsabgeordneter Peter Weiß überbrachte Neujahrsgrüße und bezeichnete das vergangene Jahr als eines der erfolgreichsten. "Alles was wir gemeinsam angepackt haben, auch für Europa, haben wir geschafft. Deswegen werden wir schneller als andere aus der Krise herauskommen", sagte er uns stellte fest, dass noch nie so viele Menschen in Arbeit gewesen seien, wie jetzt.
Festredner war jedoch an diesen Abend Reutes Bürgermeister Michael Schlegel. Der Rückblick auf das vergangene, für Reute überaus erfolgreiche Jahr stand im Mittelpunkt seiner Rede. "Wir können stolz sein auf das, was wir insgesamt auf den Weg gebracht haben, denn von überall her kommt zwischenzeitlich Anerkennung", sagte Schlegel, der vor allem den Mitgliedern des Gemeinderats dankte für deren enormen Einsatz und Durchhaltevermögen. Die Kommunalpolitik, so Schlegel, habe sich verändert, ist "komplizierter geworden, komplexer und vielfältiger". Auch, weil sich die Rahmenbedingungen nicht gerade zum Besseren verändert hätten – damit sei die Kommunalpolitik aber auch spannender geworden.
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Deshalb gelte mehr denn je: "Wer nicht informiert ist, kann nicht mitreden, wer sich nicht informiert, kann sich keine Meinung bilden." Es sei wichtig, klar und offen zu informieren, das gelte für einen Bundespräsidenten wie für Kommunalpolitiker. In Reute würde dies mit der Beteiligung der Bürger schon lange praktiziert. "Wir leben nun mal in einer Bürgergesellschaft, die mitreden und mitbestimmen will, auch wenn es nach wie vor so ist, dass sich nicht sehr viele Bürger in den Gemeinderatssitzungen aus erster Hand informieren." Schlegel sprach ganz offen das Desinteresse der Bürger an der Gemeindepolitik an. "Einzelne Bürger kommen nur dann, wenn sie persönlich betroffen sind, doch gleich danach, wenn dieser Punkt behandelt ist, verlassen sie schnellstens die Lokalität wieder", bedauerte der Bürgermeister. Aus diesem Grund seien im Gemeindeblatt ausführliche Berichte über die Sitzungen abgedruckt − in der Hoffnung, dass sie gelesen werden.
Dank gab es auch für den Arbeitskreis für die neue Ortsmitte. "Sie bringen sich engagiert ein, hinterfragen alles, lassen nichts unbeleuchtet, für alle ein spannender und wichtiger Prozess, der alles berücksichtigt − auch die demografische Entwicklung," sagte Schlegel. Auch für 2012 habe sich die Gemeinde viel vorgenommen. "Wir haben nachhaltige Projekte angestoßen, die das Ziel verfolgen, Reute nicht zur ,Schlafgemeinde’ im Umfeld von Freiburg verkommen zu lassen, deshalb wird es Veränderungen geben, denn ohne sie herrscht Stillstand und Stillstand bedeutet Rückschritt", so der Bürgermeister der alle Bürger aufrief, sich daran zu beteiligen.
Eine Abordnung des Musikvereins Reute umrahmte den Neujahrsempfang, der mit dem "Badner Lied" endete.
Autor: Pia Grättinger
