Suchaktion

Beziehungsstreit löst Großeinsatz mit Hubschrauber und Suchhunden bei Rheinau aus

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Di, 01. August 2017 um 12:09 Uhr

Rheinau

40 Feuerwehrleute, 20 Spürhunde, Hubschrauber und Wärmebildkamera: Mit einem Großaufgebot haben Einsatzkräfte bei Rheinau eine verschwundene Frau gesucht. Nach nächtlicher Suche gab’s Entwarnung.

Gegen 20 Uhr meldete ein Mann der Polizei das plötzliche Verschwinden seiner Begleiterin während eines Spaziergangs an einem Maisfeld zwischen Maiwaldsiedlung und Freistett, unweit der L 87 und dem Rench-Flutkanal. Laut Patrick Bergmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Offenburg gab der Mann an, dass seine Lebensgefährtin ihre Notdurft in einem Maisfeld verrichten wollte.

Weil sie nicht mehr zurückkehrte, alarmierte er die Polizei. Aufgrund des offenbar plötzlichen Verschwindens habe man mit dem Schlimmsten rechnen müssen und suchte per Hubschrauber und Wärmebildkamera nach der Vermissten.


Die Wärmebildkamera des Hubschraubers hatte aufgrund der hohen Maisfelder keinen Erfolg.Deshalb wurden die Feuerwehr Rheinau und die Rettungshundestaffel Ortenau alarmiert.Nach erfolgloser Suche in den knapp vier Hektar großen Feldern wurden weitere Kräfte der Rettungshundestaffel Ortenau/Breisgau und die Rettungshundestaffel des Technischen Hilfswerks (THW) Bühl alarmiert.

Suchaktion bis in die frühen Morgenstunden

Die Feuerwehr Rheinau war mit 35 Kräften und sechs Fahrzeugen im Einsatz, das THW und die Rettungshundestaffel rückten laut Feuerwehr mit 40 Personen und 20 Suchhunden an. Von der Polizei seien drei Fahrzeuge mit sechs Personen sowie ein Helikopter im Einsatz gewesen. Gegen fünf Uhr morgens wurde der Einsatz ohne Erfolg abgebrochen.

In den frühen Morgenstunden kam dann die Entwarnung: Die Gesuchte wurde von einem aus dem Nachtdienst heimkehrenden Polizeibeamten wohlbehalten neben der L 87 angetroffen. Wie die Polizei berichtet, dürften persönliche Gründe zu der plötzlichen Trennung des Pärchens geführt haben.

Frau befand sich in seelischer Ausnahmesituation

Die Kosten für den Einsatz konnte Patrick Bergmann vom Polizeipräsidium nicht beziffern. Dass die Frau die Kosten tragen muss, hält er für unwahrscheinlich. Die Frau habe sich in einer seelischen Ausnahmesituation befunden.