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11. November 2010 16:03 Uhr
Lauter Knall und brauner Rauch
Chemieunfall in Rheinauer Schule geht glimpflich aus
Im Rheinauer Anne-Frank-Gymnasium in Rheinbischofsheim ereignete sich am Donnerstagnachmittag kurz nach 13 Uhr ein Chemieunfall. Die Schule wurde sicherheitshalber geräumt, Menschen kamen aber glücklicherweise nicht zu Schaden.
RHEINAU. Eine 29-jährige Chemielehrerin war laut Polizeibericht im Chemievorbereitungsraum in der unterrichtsfreien Zeit damit beschäftigt, die dort gelagerten Chemikalien zu überprüfen und Gebinde für auszusondernde Chemikalien zusammen zu stellen. Diese sollten spätere von einer Spezialfirma entsorgt werden. Dabei öffnete sie einen Fünf Liter fassenden Kunstoffbehälter und überprüfte dessen Inhalt (etwa zwei Liter) mit einem Säuretester, der die unbekannte Flüssigkeit als stark ätzend anzeigte.
Die Lehrerin stellte das verschlossenen Behältnis auf ein Abtropfbecken und ging weiter ihrer Arbeit nach. In deren Verlauf bemerkte sie plötzlich ein Brodeln und Zischen in dem Kanister, worauf sie unverzüglich den Raum verließ und die Türe schloß. Kurz darauf gab es einen Knall und durch den Türspalt konnte die Lehrerin braunen, nebligen Rauch festsstellen. Vermutlich hat das im Kanister befindliche Bromin Verbindung mit dem Sauerstoff zu einer heftigen chemischen Reaktion geführt. Außer der Lehrerin war zum Zeitpunkt des Unfalls niemand in den Chemieräumen der Schule anwesend.
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Sicherheitshalber räumte die verständigte Feuerwehr zusammen mit den Beamten des Polizeiposten Rheinau die Schule. Etwa 150 Schüler dürften vermutlich nicht ganz unglücklich über den vorzeitigen Schulschluß gewesen sein, heißt es in der Pressemitteilung.Der Schulunterricht ist ab morgen wieder uneingeschränkt möglich.
Die Wehren aus Rheinbischofsheim, Freistett und Kehl waren mit 20 Mann im Einsatz. Sicherheitshalber wurde auch ein Rettungswagen zur Schule beordert, der aber glücklicherweise nicht benötigt wurde.
Autor: bz
