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12. November 2011

RHEINFÄLLE: Erlesener Jahrgang

  1. Narrengötti von besonderen Gnaden: Dr. Klugscheißer Fürst Foto: Hildegard Siebold

Erna Döbele (1991, wegen des Golfkriegs keine Fasnacht, und 1992), Gerold Biehler (1993), Fritz Burkhardtsmayer (1994), Adolf Sperka (1995), Gisela Dietrich (1996), Walter Ullmann (1997), Bernhard Rigling (1998), Doris Sarmann (1999), Paul Binder (2000), Rosa Wiesler (2001), Harry Widmann (2002), Georg Behlau (2003), Manfred Eschbach (2004), Peter Langer (2005), Thomas Fräßle (2006), Rolf Albiez (2007), Peter Wack (2008), Dagmar Beese (2009), Walter Hollatz (2010), Peter Berg (2011) … und nun Wolfgang Fürst, Dr. Wolfgang Fürst. Die Murger Zunft hat sich mit der Wahl des 21. Namens für die Galerie der Narrengöttis und -gotten, die gestern Abend publik gemacht wurde, fürwahr auf einen wahren Ausbund an Qualifikation und Kompetenz kapriziert. Chapeau! Fürst, ein Mann des höchst erlesenen Jahrgangs 1955, bringt nachgerade eine Inflation an Alleinstellungsmerkmalen mit, die ihn für das hochwohllöbliche Ehrenamt über alle Maßen befähigen, selbst in der unmittelbaren Nachfolge eines leibhaftigen Dekans. Beispiele:

– Fürst wird für ungefähr hundert Jahre der einzige Narrengötti sein, der an einem 11.11.11 inthronisiert wurde.

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– Fürst ist der erste promovierte Götti, und das dann auch gleich zweifach: als Dr. med. und als Dr. Klugscheißer.

– Fürst ist der erste und einzige Götti, der mit der Ernennung für das närrische Amt ein Jahr zu krönen vermag, in dem er bereits vom Zweiten zum Ersten Mürgerbeisterverstelltreter (oder so ähnlich) hat aufsteigen dürfen; und
das noch dazu nach dem veritablen Stahlbad von elf (plus eins) Jahren als Vorsitzender der Freien Wähler.

– Fürst ist der erste und einzige Götti, nach dem jener See in Österreich benannt ist, an dem der Dr.-Kollege Helmut Kohl zu urlauben pflegt(e).

– Fürst ist der erste und einzige Götti, der mit einem persönlichen Motto antritt: Wolfgang statt Rückwärtsgang.

– Mit Fürst gelingt den Murgern in Sachen Fasnachtsreime endlich die Antwort auf Laufenburg. "’s isch Fasnacht, ’s isch Fasnacht, d’Buure fresse Würscht", skandieren sie dort. Aus Murg hallt es fortan: "Murger Buure fresse keini Würscht, denn die hänn ihre Götti F ..."

Autor: Winfried Dietsche