AUCH DAS NOCH: Ein Schuft ist, wer Böses dabei denkt

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Mi, 15. November 2017

Rheinfelden

Sabine Hartmann-Müller hat als neue Landtagsabgeordnete der CDU nicht nur den Posten von Felix Schreiner übernommen – sondern auch eine recht ordentliche Mandatsvielfalt (Gemeinderätin, Ortsvorsteherin und Landtagsabgeordnete) erreicht. Geschah es aus reiner Sorge um die Arbeitsbelastung, dass der ehemalige CDU-Ortschaftsrat Alois Ockl in der Ortschaftsratsitzung in Herten nun das Wort ergriff und sich fragte, ob Hartmann-Müller mit den vielen Mandaten nicht überfordert sein könnte? Eine Frage, die einst auch aus CDU-Kreisen an SPD-Mann Alfred Winkler mal mehr oder weniger deutlich gerichtet wurde, als der noch in Stuttgart saß, verknüpft mit der unausgesprochenen Forderung, vielleicht eines der Ämter niederzulegen. "Mag sein, dass Sabine Hartmann-Müller ein anderes Zeitmanagement hat", so Ockl und erinnerte an das Motto des englischen Hosenbandordens, den König Eduard III im 14.Jahrhundert gestiftet hatte und das noch heute als geflügeltes Wort gerne und häufig benutzt wird: Ein Schuft ist, wer Böses dabei denkt.

Einen öffentlichen Kommentar gab’s von Sabine Hartmann-Müller am Montag nicht – und was sie während der Einlassung ihres Parteifreunds Ockl gedacht haben mag, bleibt ihr Geheimnis.