Auch Eltern tragen Gedichte vor

Martina Proprenter

Von Martina Proprenter

Fr, 14. Dezember 2012

Rheinfelden

Der Nachwuchs des TV Rheinfelden demonstriert bei der Nikolaus-Sportshow seinen Mannschaftsgeist.

RHEINFELDEN. 400 Mitglieder trainieren zwar im selben Verein, sehen sich aber nur selten. Um dies zu ändern, veranstaltet der TV Rheinfelden seit 2004 alle zwei Jahre die Nikolaus-Sportshow, bei der am Sonntag 160 Kinder von 2 bis 16 Jahren aller Abteilungen vor Eltern und Freunden in der Fécamphalle zeigten, was sie können.

Klaus Romeike moderierte, wie die jungen Sportler Rätsel lösten und zeigten, worauf es im Vereinsleben ankommt: Sportsgeist und Zusammenhalt. Vor 300 Zuschauern zeigten die Judokas, dass auch Fallen gelernt sein muss, um sich nicht zu verletzen. Erste Vorübungen zum anspruchsvollen Hürdenlauf demonstrierten die Leichtathleten, seit Jahren eine der stärksten Abteilungen. Die Jüngeren hüpften über Bänke und Schaumstoffklötze, die Größeren versuchten sich an Übungshürden, im Wettkampf werden sie 76 Zentimeter hohe Hindernisse überwinden müssen.

Für kurzweilige Pausen sorgte Romeike mit kniffligen, kindgerechten Rätseln, für richtige Antworten verteilte er Bonbons. Am Ende wollte er die drei Kinder mit den meisten richtigen Antworten auf dem improvisierten Siegertreppchen küren, doch die Kinder machten ihm einen Strich durch die Rechnung: Kurzerhand legten die Abteilungen ihre Bonbons zusammen, um als Gruppe gewertet zu werden, und zeigten so ihren Mannschaftsgeist.

Die Sandmännchen, die Vorstufe zu den Abteilungen für Kinder bis sechs Jahre, tanzten zum Fliegerlied und begeisterten so auch die Mitglieder des Mädchenturnens. Gespannt suchten plötzlich alle Kinderblicke den Ursprung des Glöckchenklingelns, bei einer Nikolaus-Sportshow durfte der Nikolaus samt Geschenken natürlich nicht fehlen. Für die schüchternen Kinder mussten die Eltern, in der Pause frisch gestärkt mit Kuchen und Kaffee, in die Bresche springen und Gedichte vortragen.

Aus dem Mutter-Kind- ist mittlerweile ein Eltern-Kind-Turnen geworden, sehr zur Freude der Vorsitzenden Ina Heinemann. Beinahe einen Gleichstand der Geschlechter zeigten die Eltern mit ihren Kleinen beim Tanz zum Lied "Wenn der Elefant auf die Tanzfläche geht".

Mit Leichtigkeit zeigten die Turner Hechtsprünge, Rollen vor- und rückwärts und Handstände sowie Flickflacks im Akkord und die Jüngsten stolz ihre von Übungsleitern unterstützten ersten Darbietungen. Wie wichtig Trainer für Rheinfeldens ältesten, 1000 Mitglieder starken Turnverein sind, betonte Romeike mehrfach.

Heinemann ist froh, dass weitere Trainer aus dem eigenen Nachwuchs kommen, der Generationenwechsel funktioniere. Den Eltern dankte sie für ihr Kommen: "Damit zeigen sie ihren Kindern das Wertvollste, ihr Interesse. Sie können sie nicht glücklicher machen."