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17. März 2016

Autobahn bis Schwörstadt

Bundesverkehrswegeplan räumt vordringlichen Bedarf ein.

  1. Staatssekretär Norbert Barthle (Mitte) erhielt Anfang März in Schwörstadt eine eindrucksvolle Verkehrslektion durch Bürgermeister Artur Bugger (links) und BI-Sprecher Klaus Renkawitz (rechts) Foto: Ingrid Böhm-Jacob

RHEINFELDEN/SCHWÖRSTADT (ibö). Die Zitterpartie ist fürs Erste beendet. Der brennend erwartete Bundesverkehrswegeplan schafft seit gestern Klarheit in der Frage, wo für die A98 die Reise hingeht. Das entscheidende Planungsinstrument des Verkehrsministeriums in Berlin für den Zeitraum der nächsten 15 Jahre erklärt die A 98 im Abschnitt fünf zwischen Rheinfelden und Schwörstadt zum Projekt im vordringlichen Bedarf. Die 7,1 Kilometer lange Fortsetzung der A 98 (Kostenpunkt 130 Millionen Euro) soll als Bundesautobahn mit vier Fahrstreifen in der Variante Bergtrasse bis Schwörstadt erfolgen.

Damit ist zunächst die Sorge in Schwörstadt vom Tisch, dass sich die seit Jahrzehnten geforderte Verkehrsentlastung des Ortes weiter hinzieht. Bürgermeister Artur Bugger freut sich in einer ersten Reaktion über die gute Nachricht mit dem Kommentar: "Das ist sehr gut, dann ist die Bundesstraße weg". Er hat nach dem Ortstermin mit Staatssekretar Norbert Barthle Anfang März diese Entwicklung auch erwartet. Wenn allerdings nach Schwörstadt bis Tiengen zunächst nur einspurig weitergeplant werde, löse das noch nicht alle Probleme, meint Bugger.

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CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster (MdB) zeigt sich in einer Presseerklärung optimistisch, dass im Anschluss an den im Bau befindlichen Herrschaftsbucktunnel bis Karsau weitergebaut werde. Es komme nun auf einen "gangbaren Kompromiss" für die Überdeckelung Karsau-Minseln an, damit Schwörstadts Entlastung "in den Fokus" rücke. Den Ortstermin zu Monatsbeginn mit Staatssekretär Barthle stuft Schuster als "sehr wichtig" ein. Barthle sei über die Verkehrsbelastung der B 34 in Schwörstadt "erschüttert" gewesen.

Erfreut reagiert auch Landtagsabgeordneter Felix Schreiner (CDU) über das "klare Signal für eine Autobahn am Hochrhein". Auch Schreiner erwartet bei der Offenlage einen "gangbaren Kompromiss" für die Überdeckelung im Bereich Karsau-Minseln. Der "vordringliche Bedarf" bedeutet auch für Schreiner, dass das Projekt "nach fachlicher Bewertung verkehrspolitisch sehr wichtig ist". Für die so bewertete Fortsetzung der A98 bedeutet dies, dass sie bis 2030 umgesetzt wird oder zumindest mit dem Bau der Autobahntrasse begonnen wird.

Autor: ibö