Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

30. Mai 2009

Bäume für die Mongolei

Galsan Tschinag kommt zu einem Erzählnachmittag nach Herten

HERTEN. Am Pfingstmontag, 1. Juni, 15 Uhr, findet im Konferenzraum des Therapiezentrums des St. Josefshauses ein Erzählnachmittag mit dem mongolischen Schriftsteller, Stammesfürsten und Schamanen Galsan Tschinag statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird Tschinag über sein neues Buch "Der singende Fels" sowie ein Bewaldungsprojekt sprechen, mit dem er seinem Heimatland eine Million Bäume stiften will.

Galsan Tschinag, geboren 1943 als jüngster Sohn einer Nomadenfamilie in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa, einer ethnischen Minderheit in der Mongolei. Nach Abschluss der Schule erhielt er 1962 ein Stipendium in der DDR. Er lernte Deutsch und Germanistik in Leipzig. Seitdem schreibt er seine literarischen Texte vor allem in deutscher Sprache. 1992 erhielt Galsan Tschinag den Adalbert-von-Chamisso-Preis, die höchste deutsche Auszeichnung für Autoren nichtdeutscher Herkunft. Für seine Bemühungen um eine Verständigung zwischen den Kulturen wurde ihm 2002 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Heute ist Galsan Tschinag ein Wanderer zwischen den Welten: sechs Monate im Jahr schreibt er in seiner Wohnung in Ulan Bator, drei Monate verbringt er auf Lesereisen im Westen. Die restlichen drei Monate lebt er i in der mongolischen Steppe.

Werbung

Autor: bz