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01. Dezember 2008

CDU-Stadtverband kündigt politischen Einsatz für die Klinik an

Krankenhausfördervereinsvorsitzender Rolf Karrer gegen Chefarztlösung Schopfheim/Rheinfelden für die "Innere" / Union wünscht sich eine Basis für Vertrauen

RHEINFELDEN (ibö). Die Erklärung, mit der die Kliniken des Landkreises am Freitag an die Öffentlichkeit gegangen sind, hat noch nicht zu einer umfassenden Beruhigung der Lage beigetragen. Obwohl Landrat Schneider als Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH darin zusagte, dass der "Klinikstandort Rheinfelden mit der Orthopädie und der Inneren Medizin weiterentwickelt" wird, verstummt die Unzufriedenheit über den gewählten personellen und organisatorischen Kurs dazu nicht. Der Vorsitzende des Krankenhausfördervereins, Rolf Karrer, verweist darauf, dass der Verein am vergangenen Freitag erstmals von der Streichung der Chefarztstelle "Innere" informiert wurde. Alle bei der Sitzung anwesenden Mitglieder haben dieser Regelung, die vom Aufsichtsrat vor wenigen Wochen ausgesprochen wurde, "jegliche sachliche Berechtigung abgesprochen" und gegen die Stelleneinsparung protestiert, allerdings ohne Erfolg. Ein Einverständnis in dieser Frage sei nicht hergestellt worden. Die Aufsichtsratslösung sieht vor, dass die Chefärztin der Inneren aus Schopfheim auch für die Leitung Innere in Rheinfelden zuständig sein soll. Zur Paketlösung gehört auch, dass der neue Chefarzt Dr. Wolfgang Birkner den Bereich Handchirurgie aus Schopfheim mit übernehmen soll und die Zuständigkeit für die Unfallchirurgie Lörrach. Diese Mehrfachaufgabe wird auch vom Sprecher der niedergelassenen Ärzte, Dr. Ludwig Fritze, für "einen Rohrkrepierer" gehalten.

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In die laufende Diskussion über die Weichenstellung für den Klinikstandort schaltet sich jetzt auch der CDU-Stadtverband ein. Vorsitzender Roland Schulz begrüßte es, dass OB Niethammer das Thema in der ersten Gemeinderatssitzung 09 auf die Tagesordnung setzen will. Die CDU fordert, dass die Rheinfelder Kommunalpolitik Möglichkeiten haben müsse, "umfassend über die Pläne der Geschäftsführung informiert" zu werden, auch wenn es sich bei den Kliniken um eine GmbH handle. Das Gespräch zwischen Landrat und Vorstand des KKH-Fördervereins habe laut Schulz noch nicht ausreichend beruhigt und bestätigt, dass von der Kliniken GmbH alle Maßnahmen eingeleitet werden, damit der Standort eine Zukunftsperspektive erhält.

Der Unionsvorsitzende drängt darauf, dass "kurzfristig" erreicht werden müsse, dass Bevölkerung und Belegschaft wieder Vertrauen in die Klinik bekommen, und kündigt auch politischen Einsatz an, wenn sich in der Sache keine zufriedenstellende Entwicklung abzeichne: "Unter Umständen auch den Kampf mit Belegschaft, Förderverein und Bevölkerung."

Autor: ibö