Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

16. Januar 2017

Das Brückenbauen gelingt den Städten gut

Über 500 Bürger, Vertreter aus Politik und Wirtschaft nehmen am gemeinsamen Neujahrsempfang der beiden Rheinfelden teil.

  1. Gut 500 Gäste nahmen am gemeinsamen Neujahrsempfang der beiden Rheinfelden teil, darunter viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  2. Im Schulterschluss geübt: Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (rechts) mit Amtskollege Franco Mazzi (Mitte) bei den gemeinsamen Neujahrsreden, die das Miteinander beider Städte betonen. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  3. Musikalisch und optisch zieht die New Redhouse Jazzgang von Eckhart Hanser (rechts) die Besucher in ihren Bann. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

RHEINFELDEN. Der gemeinsame Neujahrsempfang der beiden Städte Rheinfelden beweist weiter große Anziehungskraft. Zum 18. Mal folgten der Einladung gut 500 Gäste, als Gastgeber des gesellschaftlichen Ereignisses agierte die badische Seite. Sie präsentierte sich mit einem modernen und einladenden Gesicht, was Bürger, Vertreter aus Politik und Wirtschaft als ansprechenden Rahmen empfanden. Kondition im Händeschütteln bewiesen beide Stadtoberhäupter gleich zum Auftakt. Sie hießen jeden Besucher vor dem Saal persönlich willkommen.

Eine der ersten Gäste war Landrätin Marion Dammann. Sie ließ sich ebenso wenig abhalten von einem "Freitag, dem 13." wie CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster. Zu den von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt begrüßten politischen Teilnehmern gehörten die Bürgermeister Tobias Benz (Grenzach-Wyhlen) und Christoph Hoffmann (Bad Bellingen), der auch als Bundestagskandidat unterwegs war, Dietmar Zäpernick (Rickenbach) sowie Hertens Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller, die CDU-Landtagsabgeordneten Felix Schreiner vertrat. Stark präsentierte sich die lokale und regionale Wirtschaft mit Alois Franke von der Aluminium und Peter Dettelmann von Evonik, die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden als komplette Vorstandsriege mit André Marker an der Spitze sowie die Führung des St. Josefshauses mit Birgit Ackermann und Christoph Dürdoth. In der ersten Reihe Platz nahmen Bürgermeisterin Diana Stöcker, Amtsvorgänger Rolf Karrer und Alt-OB und Ehrenbürger Eberhard Niethammer. Vertreter der Kirchen waren ebenso zu sehen wie der Sicherheit von Polizei mit Siegfried Oßwald und Feuerwehr mit Dietmar Müller.

Werbung


Brücken bauen
Das Interesse an gemeinsamer Entwicklung am Rhein stand bei OB Klaus Eberhardt und Stadtammann Franco Mazzi im Mittelpunkt der Reden. Mehrfach gab es Applaus für beide, die einer kritischen Nachdenklichkeit über gesellschaftliche Schieflagen die Überzeugung entgegenhielten, dass es der Gesellschaft prinzipiell gut gehe und ganz besonders den beiden Rheinfelden, die sich in allen Bereichen entwickeln.

Unter dem Aspekt "Brücken bauen" verwies Eberhardt auf das erfolgreich betriebene Gemeinschaftsprojekt Steg, das 2017 weitergeht. Es stelle ein gutes Beispiel dar für fundierte Planung, Beteiligung der Bürger und grenzüberschreitende Leistung. Sein Credo für Nachhaltigkeit sieht er bestätigt. So merkte er an, dass es sogar aus dem Bundesinnenministerium für die Projektarbeit eine "einhellige Zustimmung aus dem Referat Bürokratieabbau" gibt, der Saal quittierte dies mit freudigem Lachen.

Franco Mazzi bestätigte die Einschätzung der gewinnbringenden Nachbarschaftsbeziehung. Dafür, dass beide Städte eine Schlüsselrolle in der grenzüberschreitenden Region spielen, nannte der OB unter anderem einen geplanten Verkehrskongress, den beide Städte angestoßen haben, um zukunftsweisende Lösungen für die "zunehmenden grenzüberschreitenden Verkehrsströme zu entwickeln". Auch einem geplanten Demokratiekongress zwischen dem Kanton Aargau und Baden-Württemberg im November sprach Eberhardt besondere Qualität zu, in der Erwartung, dass sich damit Beispiele der Bürgerbeteiligung grenzüberschreitend darstellen lassen (die BZ berichtete online).

Reden und Begegnen
Die Stadtoberhäupter spannten einen großen thematischen Bogen und streiften die kommunalen Aufgabenfelder, in denen es vorwärts gehe vom Wohnungsbau, über Schulen und wichtige öffentliche Einrichtungen. Das summierte sich zu Erfolgsbilanzen. Franco Mazzi verwies in seiner Statistik für die Schweizer Seite auf jährlich 4 Prozent mehr Arbeitsplätze und 1,7 Prozent mehr Einwohner.

Die beiden Stadtoberhäupter mussten sich ranhalten, um ihre Reden angesichts der großen Bandbreite pünktlich zu Ende zu bringen. Die Besucher nahmen in den Vorträgen, die traditionell von zwei Hostessen der Schweizer Nachbarn flankierte wurden, jedenfalls mit: Es geht etwas, obwohl ein straffes Protokoll den offiziellen Teil zeitlich diktiert. Dass der sich beschwingt darstellte, dafür sorgten auch Auftritte der New Redhouse Jazzgang mit Eckhart Hanser an der Klarinette.

Der zweite Teil des langen Abends wurde von den Gästen genutzt, sich zu begegnen und auszutauschen.

Mehr zur Rede von OB Klaus Eberhardt unter:http://mehr.bz/neujahr17rhf Fotos vom Empfang sind unter: http://mehr.bz/empfang17rhein

Autor: Ingrid Böhm-Jacob