Das Konzept fürs Gewerbegebiet steht

Max Maier

Von Max Maier

Do, 13. September 2018

Rheinfelden

Für die Planung Steinacker gibt der Ortschaftsrat grünes Licht / Fragen zur Verkehrssicherheit.

RHEINFELDEN-KARSAU. Voran geht es mit dem Ausbau des Gewerbegebiets Steinacker, welches entlang der B 34 auf gegenüberliegender Seite des Aluminium Areals entstehen soll. Nach langer Planungsphase seitens Stadt und Regierungspräsidium liegt nun ein konkreter Vorschlag vor, wie die geplante Erweiterung zweier ortsansässiger Betriebe an dieser Stelle realisiert werden soll. Da sich das rund vier Hektar große Gebiet auf Karsauer Gemarkung befindet, stellte Christiane Ripka, Leiterin der Stadtplanungs- und Umweltabteilung, dem Ortschaftsrat am Dienstagabend das geplante Konzept für die Umstrukturierung vor.

Konkret geht es um eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes, der das Gelände unter anderem auch als landwirtschaftlich genutzte Fläche ausweist. Um auch diese an das Gewerbegebiet anschließen zu können, so Ripka, müssen an anderer Stelle landwirtschaftliche Ausgleichsflächen geschaffen werden, ansonsten sei eine Änderung nicht machbar.

Dass das lange brach liegende Gelände endlich angegangen wird, stimmte die Ortschaftsräte zuversichtlich. Schließlich gehe es auch um das optische Erscheinungsbild eines Karsauer Ortseingangs. Lange galt es als unsicher, ob das Gelände überhaupt die Voraussetzungen für die Umwandlung in ein Gewerbegebiet erfüllen würde. Im Vorfeld angebrachte Kritikpunkte wie eine zusätzliche Erschließung an die B 34 oder Störfaktoren durch die Nähe zu den Standorten von Evonik und Aluminium konnten durch in Auftrag gegebene Gutachten des Stadtbauamts entschärft werden. Uwe Tittmann von der CDU führte an, dass in der Planung letztlich auch die historische Grundlage eine Rolle spiele, zumal Archäologen noch Überreste einer römischen Siedlung an diesem Platz vermuteten. Dass die geplante Einfahrt von der Bundesstraße in das Gelände mit einem viel befahrenen Radweg kreuzen soll, kritisierte Ortschaftsrätin Sibylle Jung von der SPD. Bei zusätzlich entstehendem Verkehrsbetrieb sei besonders auf Sicherheit der Radfahrer zu achten. Zusätzlich, so Jung, befinde sich ein direkter, aber noch unbefestigter Weg auf dem Gebiet, welcher gerade von Pendlern häufig als Zugang vom Bahnhof Beuggen zum Gewerbegebiet genutzt wird. Unter dem Vorbehalt, die bestehende Radstrecke zu erhalten und den Zugangsweg zu asphaltieren, wurde das Konzept einstimmig angenommen.