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15. März 2010
Das Riesenrad geht rund
Schausteller rechnen auf dem Festgelände Tutti-Kiesi mit 5000 bis 15 000 Besuchern.
RHEINFELDEN. Durch die Größe der Attraktionen ist es weithin zu sehen. Seit langer Zeit wartet das Frühlingsfest auf dem Festplatz Tutti-Kiesi wieder mit einem Riesenrad auf. Am vergangenen Samstag wurde der Rummel mit einem Rundgang von OB Niethammer, Gemeinderäten und Schaustellern eröffnet. Die Bevölkerung habe den neuen Festplatz angenommen meint Hubert Faller, Sprecher der Schausteller, er sei ein allgemeiner Strukturwandel der den Schaustellern zu schaffen mache.
Bei frischem aber sonnigem Wetter war der Festplatz bereits vor der offiziellen Eröffnung um 15 Uhr recht gut besucht und erfreute sich bis zum Abend großer Beliebtheit. Vier große Fahrgeschäfte, darunter Riesenrad und Autoscooter, vier Kinderkarussells, acht Los- und Schießbuden sowie Verpflegungs- und Süßigkeitenstände lockten die Rheinfelder Richtung Tutti-Kiesi.OB Niethammer konnte eine "vertraute Runde" zur Eröffnung begrüßen. Mit dabei waren Gemeinderäte und die Schaustellerfamilien, als Niethammer im Festzelt mit wenigen Schlägen das Fass anstach und damit das Rheinfelder Frühlingsfest offiziell freigab. Nach einem Schluck des kühlen Gerstensafts ging es zu einer ersten Runde über den Festplatz, wobei sich das Stadtoberhaupt durch einige Probefahrten auch von dem sachgemäßen Zustand der Fahrgeschäfte überzeugte. Unter anderem ging es auf eine Runde mit dem Riesenrad zum Rundblick über die Stadt.
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Vor allem viele Familien sowie Kinder und Jugendliche tummelten sich am Eröffnungstag auf dem Festplatz, was die prominente Eröffnungsrunde sichtlich erfreute. Genau dies müsse bewerkstelligt werden, meinte der OB, junge Leute für den Rummel zu begeistern. Hubert Faller, Autoscooterbetreiber und Bindeglied der Schausteller zu den Stadtverwaltungen in der Region pflichtete bei. "Wir müssen innovativ bleiben und immer wieder herausfinden wie wir vor allem die junge Generation an den Rummel locken können", so Faller, der auf eine über hundertjährige Familiengeschichte in der Schaustellerbranche zurückblicken kann.
Der Festplatz am Tutti-Kiesi-Gelände sei im dritten Jahr als Veranstaltungsort für das Frühlingsfest von der Bevölkerung angenommen worden und ist gut besucht. Den Schaustellern macht allerdings eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung zu schaffen. In den 70er Jahren habe die Branche noch eine Art Monopolstellung gehabt. Man kam auf den Rummel, weil es einer der wenigen Anlässe war, an dem man Spielen, Musik hören und viele Leute treffen konnte. Heute habe man vor allem durch die neuen Medien große Konkurrenz bekommen, merkte Faller an. "Wir befinden uns auf einer Gratwanderung und müssen darauf achten, dass uns selbst dabei die Luft nicht ausgeht". In Gefahr, von der Bildfläche zu verschwinden, befindet sich der klassische Rummel allerdings nicht. "Die Branche wird es immer geben", gab sich Faller zuversichtlich. Es müssen nur neue Konzepte her um das Frühlingsfest zu stärken. Die Kombination mit einer Form von Markt, so Faller, wird von den Schaustellern dabei favorisiert.
Das aktuelle Frühlingsfest begann jedenfalls vielversprechend. Zwischen 5000 und 15000 Besuchern könne so eine Veranstaltung bis zu ihrem Ende anziehen, gab sich Faller am Samstag hoffnungsvoll. Und wenn das Wetter derart sonnig wie am Eröffnungstag bleibt, haben auch die Schausteller gut lachen.
Autor: Valentin Ade
