Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. Oktober 2015

Der Anfang ist gemacht

Café international wünscht sich nach dem Auftakttreffen mehr Zuspruch von Flüchtlingen.

  1. cafe international Foto: Chris Rütschlin

RHEINFELDEN. Die Idee, in einem Café international im Treffpunkt Gambrinus den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Schildgasse Gelegenheit zu geben, mit Personen aus der Bevölkerung bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zu begegnen, stieß vor allem auf deutscher Seite auf Interesse. Zwölf Rheinfelderinnen, zwei Georgier und zwei Marrokaner von der Schildgasse fanden sich ein.

Gisela Besier vom Freundeskreis Asyl hatte eingeladen. Tchabuka Beraia aus Tiflis brachte seine Gitarre mit und stimmte die Eigenkomposition "ohne Dich" an und sang auf Georgisch ein berührendes sehnsuchtsvolles Liebeslied. Nikolos Meliaschwili war ihm ein dankbarer Gesprächspartner, denn sie sprechen noch nicht gut deutsch. Es reichte aber, um sich bei den Gastgeberinnen herzlich zu bedanken und sich fürs nächste Café international anzukündigen.

Eine Rheinfelderin verstand es, mit den beiden in exzellentem Russisch ein anregendes Gespräch zur Lage in Georgien anzustoßen. Alle Frauen verfolgten dies interessiert. Gisela Besier dankte der Stadtverwaltung für die tatkräftige Unterstützung des Projekts Café International und die kostenlose Nutzung des Treffpunkt Gambrinus, aber sie hatte mehr Zuspruch erwartet von Seiten der Flüchtlinge, die sie aus ihren Deutschkursen persönlich kennt: "Wir müssen mehr auf sie zugehen und werden sie für den November-Treff persönlich in der Schildgasse abholen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir eine gesellige Runde zusammen bekommen."

Werbung


Eine Rheinfelderin erzählte von ihren Begegnungen mit Flüchtlingen: "Die Adventsfeier im Paulussaal war voll. Es gab Geschenke für die Kinder. Es braucht Geduld und die Frauen kommen dann schon", ermunterte sie die Gruppe, in der sich auch eine Mitarbeiterin des Beratungscafés "Migranten beraten Migranten" eingefunden hatte. Besier drang darauf, das Cafe international nicht in der Schildgasse auszurichten: "Dieser Raum ist perfekt für so eine Begegnung. In der Asylunterkunft gibt es nichts vergleichbares."

Termine: Café international, Treffpunkt Gambrinus, dienstags, 10. November und 8. Dezember, jeweils von 16 bis 18 Uhr.

Autor: Chris Rütschlin