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01. August 2017

Der Turnverein würdigt seine 65 Jahre alte Jahn-Eiche

Junger Baum wurde 1953 vom Deutschen Turnfest in Hamburg nach Rheinfelden gebracht / Gudrun Löchner war damals mit dabei und nahm beim Fünfkampf teil.

  1. Ina Heidemann, Rüdiger Dathe, Gudrun Löchner, Klaus Romeike und Margot Schulz (von links) mit dem neuen Schild für die Jahn-Eiche. Foto: Gollin

RHEINFELDEN (goh). Nach 65 Jahren bekommt die vom Turnverein (TVR) gepflanzte Jahn-Eiche an der Schillerschule eine Hinweistafel. Mit einem internen Eichen-Fest erinnerte der TVR jüngst an die Geschichte und die Bedeutung des Baumes.

Die Turner bedienten sich am Grill oder bei den Kuchen und erinnerten sich an die Geschichte der Jahn-Eiche, die der TVR 1953 in der Jahnstraße hinter der Halle der Schillerschule gepflanzt hatte.

Die Eiche hatten die Teilnehmer des TVR vom Deutschen Turnfest in Hamburg mitgebracht, wo 24 Rheinfelder mit neun Einzelsiegen und einem "Vorzüglich" im Vereinsturnen abgeschlossen hatten, wie Klaus Romeike, Vorsitzender Veranstaltungen, erzählt. 1953 war der 100. Todestag von Friedrich-Ludwig Jahn gewesen, dem Begründer der Turnerbewegung, und beim Turnfest in Hamburg wurden Hunderte Eichen an die teilnehmenden Vereine verteilt, die diese in ihren Heimatorten zur Würdigung des Turnvaters Jahn pflanzten.

"Wir waren ein kleiner Haufen 1953", erinnert sich Gudrun Löchner (82 Jahre). Löchner war vor 65 Jahren unter den Sportlern in Hamburg und nahm in der leichtathletischen Disziplin Fünfkampf teil. "Die Jungs haben das gemacht", meint sie. Ihre Platzierung will sie nicht nennen. Begeistert schauten die Vereinsmitglieder in ihr Fotoalbum, wo Schwarzweißfotos des damaligen Turnfests in Hamburg eingeordnet sind.

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An die Reise nach Hamburg mit Besuch der Wurstfabrik eines früheren Rheinfelders und einer Schiffsreise nach Helgoland denkt sie noch immer gerne zurück. Bei der Rückkehr in Rheinfelden empfing sogar die Stadtmusik die erfolgreichen Sportler. "Kaum jemand weiß um die Eiche", sagt Romeike, der das Fest initiiert hat. Auf den besonderen Baum in der Jahnstraße hatte ihn Vereinsmitglied Margot Schulz eher zufällig aufmerksam gemacht.

Romeike war sofort begeistert. "Wir möchten, dass der Baum auf jeden Fall erhalten bleibt", sagt Romeike. Auch von einer Umgestaltung des Campusgeländes soll der Baum nicht betroffen sein. Unter Applaus enthüllten Löchner, Schulz und Romeike zusammen mit Ina Heidemann, Vorsitzende Verwaltung, und Vereinsmitglied Rainer Dathe die bis dahin unter einem Turnbeutel verhüllte Hinweistafel auf die Jahn-Eiche.

Autor: goh