Fragebogenaktion

Braucht Warmbach einen genossenschaftlich geführten Dorfladen?

Julia Jacob

Von Julia Jacob

Do, 24. Januar 2019 um 00:00 Uhr

Rheinfelden

Der Sonntag Seitdem der letzte Bäcker Anfang 2018 altersbedingt sein Geschäft aufgegeben hat, gibt es im Rheinfelder Teilort Warmbach keine Einkaufsgelegenheit mehr. Die Lücke soll nun ein Dorfladen schließen.

Bereits Ende Oktober haben die drei Warmbacher Manoj Thanathethu, Pascal Zimmerli und Sven Sutter das Projektvorhaben in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Nun soll der tatsächliche Bedarf über einen Fragebogen ermittelt werden, der ab kommender Woche an alle 1000 Haushalte der Gemeinde verteilt wird.

"Wir werden nichts weiter unternehmen ohne den Rückhalt aus der Bevölkerung", sagt Manoj Thanathethu und betont, dass sich die Vision des Dorfladens nur verwirklichen lässt, wenn die Menschen im Ort auch tatsächlich dazu bereit sind, das Angebot zu nutzen. Auch ehrenamtliches Engagement ist bei der Realisierung des Vorhabens gefragt, sei es beim Umbau oder im Verkauf.

Ein Businessplan ist bereits erstellt, das grobe Konzept steht. Starten kann das Projekt allerdings erst, wenn das notwendige Startkapital von 40 000 Euro über den Verkauf von Genossenschaftsanteilen eingespielt wurde. "Wenn künftig 250 Haushalte im Monat für 50 Euro einkaufen, könnte sich der Laden tragen", stellt Wirtschaftswissenschaftler Thanathethu in Aussicht. Der anvisierte Jahresumsatz der Projektinitiatoren liegt bei 115 ooo Euro.

Er bekomme viele Anrufe, besonders von älteren Bürgern, die sich wieder eine Einkaufsmöglichkeit im Ort wünschen, sagt Thanathethu. Doch auf die positive Rückmeldung einzelner wollen sich die Ideengeber für den Dorfladen nicht verlassen. Der Fragebogen soll dazu dienen, ein realistisches Bild vom Bedarf im Ort zu ermitteln.
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Neben Wünschen für das Sortiment, werden auch bevorzugte Öffnungszeiten abgefragt. Auch wollen die Initiatoren wissen, wie es um die Bereitschaft der Warmbacher bestellt ist, sich als Genossenschaftsmitglied einzubringen. Immer wieder wird Thanathethu nach den Risiken des Geschäftsmodells gefragt. Das Risiko begrenze sich einzig auf die Enlagen, versichert dieser.

Wie das Modell Genossenschaft funktioniert, lässt sich auch im Internet unter dorfladen-warmbach.de nachlesen. Dort gibt es auch den Fragebogen.

Bei einem Rücklauf von mindestens 400 Fragebogen wollen die Initiatoren das Projekt weiter voranbringen. "Das sehen wir dann als Auftrag an." AJA