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23. Oktober 2013

Die Feuerwehr trainiert sicheres Fahren

Mit theoretischen und praktischen Übungen arbeiten Maschinisten an der Sicherheit.

  1. Franz Puls von der Verkehrsfachschule Markdorf (vorne rechts) instruierte die Fahrer der Feuerwehr vor dem praktischen Einsatz. Foto: Heinz Vollmar

RHEINFELDEN. Ein Feuerwehreinsatz ist allzu oft von Hektik und Betriebsamkeit gekennzeichnet, geht es doch immer darum, schnell am Einsatzort zu sein, um gegebenenfalls dort auch Menschenleben zu retten. Damit die Einsatzkräfte mit ihrem schweren Gerät professionell umgehen können, bedarf es immer wieder Schulungen und Übungen. Mit einem Fahrsicherheitstraining für Maschinisten und Fahrer von Löschfahrzeugen trug die Freiwillige Feuerwehr Rheinfelden am Samstag gemeinsam mit der Unfallkasse Baden-Württemberg, der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, der Verkehrsfachschule Markdorf und dem Kreisfeuerwehrverband Lörrach dieser Aufgabe Rechnung und trainierte die Fahrer der Einsatzfahrzeuge an mehreren Stationen für deren Einsatzfahrten. Die Ausbildung, die für 32 Fahrzeuge mit 64 Fahrern bereits am Freitagabend begann, gliederte sich in einen vierstündigen Theorieteil über Kfz-Technik und Fahrphysik sowie einen praktischen Teil mit Fahrübungen an mehreren Arbeitsplätzen. Diese Stationen wurden von erfahrenen Instruktoren der Verkehrsfachschule Markdorf unter der Leitung von Thomas Dworak eingerichtet und betreut, und verlangten von den Fahrern und zwei Fahrerinnen alles an Konzentration und Einfühlungsvermögen ab.

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Zu den Aufgaben zählten das richtige Reagieren bei Ziel- und Gefahrenbremsungen und das Erlernen der entsprechenden Unterschiede. Ein Slalomparcours und das richtige Reagieren mit den schweren Einsatzfahrzeugen beim plötzlichen Auftreten von Hindernissen, das richtige Ausweichen und auch das Fahrverhalten auf rutschigem oder vereistem Untergrund zählten darüber hinaus zu den Aufgaben, die den Einsatzkräften der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Lörrach gestellt wurden. Thomas Dworak verwies auf die Unfallgefahren, die bei Einsatzfahrten immer wieder auftreten. Insgesamt würden pro Jahr in ganz Deutschland immerhin 9,9 Millionen Einsatzfahrten statistisch erfasst, wobei es rechnerisch nach 2000 Einsätzen immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen komme.

Bei allen 609 000 Einsätzen ohne Sondersignal würde es sogar zu Unfällen mit Todesfolgen kommen, so der Spezialist der Verkehrsfachschule Markdorf. Als Beobachter agierten beim Fahrsicherheitstraining der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Werner und der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Bruno Schmidt. Er sagte, im Landkreis Lörrach würde es nur zu wenigen Unfällen bei Einsatzfahrten kommen. Wolfgang Strittmatter, Fachgebietsleiter der Feuerwehr Rheinfelden bestätigte indes die Bedeutung der Trainings für die Maschinisten und Fahrer.

Autor: Heinz Vollmar