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24. Januar 2017 12:12 Uhr

Anti-Trump-Demo in Rheinfelden

"Die Fußstapfen sind zu groß für Trump"

Die Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident beunruhigt auch in Rheinfelden die Menschen. Im Rahmen der früheren Montagsdemonstrationen versammelten sich etwa zwanzig Menschen auf dem Oberrheinplatz.

  1. US-Bürgerin Freda Katunda (Zweite von links) schloss sich der Kundgebung auf dem Oberrheinplatz an. Foto: Horatio Gollin

RHEINFELDEN. Die Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident beunruhigt auch in Rheinfelden die Menschen. Im Rahmen der früheren Montagsdemonstrationen versammelten sich etwa zwanzig Menschen auf dem Oberrheinplatz und kritische Stimmen wurden laut. "Trump steht nicht gegen das Establishment, sondern repräsentiert die aggressivsten und reaktionärsten Teile des Establishments", rief Fritz Zell, Koordinator der Montagsdemonstration in Rheinfelden, ins Mikrofon. Nicht nur ein Präsident Trump, sondern auch das Erstarken von Rechtspopulisten in Deutschland und Europa beunruhigten ihn. "Hier muss man die Grenze ziehen und kann nicht einfach zur Tagesordnung übergeben."

Die bundesweite Montagsdemonstrationsbewegung hatte in über 80 Städten zu Aktionen anlässlich der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten aufgerufen. In Rheinfelden, wo keine regelmäßigen Montagsdemos mehr stattfinden, wollten Zell und seine Mitstreiter diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen, um Flagge für eine solidarische Gesellschaft zu zeigen.

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Die US-Bürgerin Freda Katunda hatte sich der Kundgebung angeschlossen und auch ein Plakat mitgebracht. "Make America Think Again" hieß es darauf. "Ich glaube, dass er die Bedeutung des Amtes nicht versteht und in Fußstapfen tritt, die für ihn zu groß sind", meint die 26-jährige Afroamerikanerin aus Boston, Massachusetts. "Als Frau und zu einer Minderheit gehörend ist das für mich besorgniserregend."

Katunda besucht während ihrer Semesterferien Freunde in Rheinfelden. Sie studiert in London. An der amerikanischen Präsidentschaftswahl nahm sie per Briefwahl teil. Katunda kritisiert, dass viele US-Amerikaner nicht zur Wahl gegangen sind und erst im Nachhinein aktiv werden, wie am vergangenen Wochenende als Millionen Menschen in den USA und weltweit gegen Trump demonstrierten.

In Rheinfelden schlossen sich etwa 20 Menschen der Kundgebung an, darunter auch die 15-jährige Lisa Brutschin aus Karsau, die sich ebenfalls ans Mikrofon wagte. "Ich darf noch nicht wählen, aber gerade für uns junge Menschen ist es wichtig, dass vernünftig gewählt wird."

Autor: goh