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20. November 2015 17:15 Uhr

Freundeskreis Asyl

Die Helfer bitten die Bevölkerung um Hilfe

Der Freundeskreis Asyl stellt sich bei der Bürgerinfo für die neue Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge vor und erhält eine 1000-Euro-Spende, die Bärbel Schöler privat sammelte.

  1. Ein Päckchen mit der Spende von 1000 Euro nahm der Rheinfelder Freundeskreis Asyl entgegen, hier Herwig Popken (von links), Christina Wallaschek, Jörg Hinderer und Katharina Meyer Foto: Peter gerigk

Die Helfer brauchen Hilfe. Der seit zehn Jahren in der Stadt engagierte Freundeskreis Asyl hat beim Bürgerinformationsabend zur neuen Gemeinschaftsunterkunft an der Römerstraße an die Rheinfelder appelliert, sich ihnen mit Rat und Tat anzuschließen und ihre Fähigkeiten für die Flüchtlinge einzubringen. Herwig Popken stellte bezüglich der Zahl ehrenamtlicher Helfer fest: "In Rheinfelden hat sich alles abgeschliffen und ist weniger geworden, das wird anderen auch noch so gehen." Wichtig sei es, selbst Freude an der Hilfe zu haben, ob in einer Kleiderkammer oder bei Begleitungen zu Ärzten.

Christina Wallaschek erwähnte, die von Vorsitzender Gudrun Hauck angeschobene Hilfe der Skizunft habe aktuell einen Zustrom ausgelöst. "Wir wollen das ausnutzen und uns neu organisieren. Wir hoffen, die Rheinfelder schließen sich uns an." Neidisch habe man festgestellt, dass an anderen Standorten von Unterkünften im Landkreis nahezu ein Verhältnis von 1:1 zwischen Bewohnern und Helfern erreicht werde. "Das ist bei uns nicht so."

Popken berichtete von den Deutschkursen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Schopfheim, wo 300 Helfer aktiv sind. Diese sinnvolle Beschäftigung und dass alle Kinder und Jugendliche Schulen besuchen, obwohl dies eigentlich gar nicht vorgesehen war, wirke sich positiv auf die Menschen aus.

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Pfarrer Jörg Hinderer beschrieb mit einem Gleichnis, wie viel Menschen zusammen erreichen können. "Unser gemeinsames Engagement ist gefordert", appellierte er zu ehrenamtlichem Engagement und zählte den großen Nutzwert auf. Hilfe für die Flüchtlinge wirke sich in mehrerlei Hinsicht positiv aus: für die helfenden Personen selbst, für die Menschen, denen geholfen wird, und für das Land und die Gesellschaft.

Katharina Meyer plädierte im Namen des Freundeskreises dafür, Patenschaften für Flüchtlinge zu übernehmen. Sie hob hervor, viele von diesen Menschen würden ein großes Potenzial an Fähigkeiten mitbringen und in Deutschland einen Beruf lernen und ausüben wollen. Dazu müssten ihnen Türen geöffnet werden, denn das falle selbst Menschen, die lange hier leben, oft schwer.

Die städtische Amtsleiterin Cornelia Rösner brachte eine Spende an den Freundeskreis Asyl mit in den Bürgersaal. Bärbel Schöler hatte privat 1000 Euro für die Flüchtlinge in der Stadt gesammelt, die der Freundeskreis überreicht bekam.

Autor: ger