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19. August 2017

Jubiläum

Das Trottoirfest in Rheinfelden von A bis Z

Seit 50 Jahren feiert Rheinfelden sein Trottoirfest. Es ist ein Treffpunkt für alle Einheimischen, Besucher der Partnerstädte und wichtige Gäste.

  1. 2005 gab Max Lehmann mit der Stadtmusik den Takt zur Eröffnung vor. Foto: Simon David

  2. Foto: Peter Gerigk

  3. Die fetzige Bühnenshow ist Programm. Foto: Petra Wunderle

  4. Essen und Trinken satt Foto: Petra Wunderle

Das Rheinfelder Fest der Feste wird in diesem Sommer 50 Jahre alt: Seit einem halben Jahrhundert zieht es Bewohner und Besucher der Stadt gleichermaßen jeweils am letzten Wochenende im August zum Feiern nach draußen – aufs Trottoir. Zum Jubiläum haben wir das Trottoirfest-Abc zusammengestellt – von A wie Anstich bis Z wie Zachacker. Hier erfahren Sie alles über die Anfänge und die Höhepunkte in 50 Jahren Trottoirfest.

A wie Anstich: Was wäre ein Straßenfest ohne den obligatorischen Fassanstich? In der Regel schwingen Stadtoberhäupter oder politische Prominenz, umrahmt von Blasmusik und Zuschauern den Hammer, bis der Gerstensaft ins Glas fließt. Am meisten soll es gespritzt haben bei Rainer Offergeld, dem früheren Bundesminister und Lörracher OB, als er das Fass zum Trottoirfest Anfang der 70er anstach.

B wie Buden: Sie sind das Herzstück des Trottoirfests. Entlang der Alten Landstraße und dieses Jahr erstmals auf dem Friedrichplatz reihen sich die Buden und Stände der gastgebenden Vereine. In ihnen wird gegessen, getrunken, gelacht, gesungen und vieles mehr.

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C wie Chapeau: Vor den Verdiensten des Trottoirfestvereins, der seit Jahrzehnten das größte und beliebteste Fest der Stadt organisiert, muss man einfach den Hut ziehen. Chapeau!

D wie Druckerschwärze: Die ist nicht nur für das Jubiläumsbuch draufgegangen, sondern auf für die Festschrift, die auf der Webseite des Trottoirfestvereins abrufbar ist und an vielen Orten kostenlos ausliegt.
E wie Ehrenamt: Der Erfolg des Trottoirfests besteht laut Alt-OB Eberhard Niethammer darin, dass Ehrenamtliche zusammen mit der Stadtverwaltung etwas auf die Beine stellen. Ohne die ehrennützige Arbeit zahlreicher Vereinsmitglieder aus Rheinfelden hätte es das Trottoirfest nie gegeben und würde es längst nicht mehr geben.

F wie Festbändel: Mit deren Kauf entlasten die Besucher die Vereine und finanzieren zum Teil das Rahmenprogramm. Wer ein Festbändel kauft, unterstützt die Organisatoren und kann gleichzeitig etwas gewinnen. Am letzten Festtag werden die Gewinner ausgelost.

G wie Güggele: Gebratene Hähnchen, Güggele genannt, aber auch Rettich und Butterbrot, werden beim Trottoirfest jedes Jahr auf Einladung der Sparkasse am Sonntagmittag im Festzelt des KSV Rheinfelden serviert.

H wie Hotel zur Sau: So heißt der legendäre Stand, in den die Latschari-Clique jedes Jahr am Trottoirfest zu Kesselfleisch und Sauerkraut einlädt.

I wie immer wieder gut: Wer einmal das Trottoirfest besucht hat und Spaß hatte, wird immer wieder kommen.

J wie Jubiläumsband: In 50 Jahren Trottoirfest sind viele schöne und kuriose Momente passiert, die es Wert sind, in einem Buch festgehalten zu werden. Das dachten sich auch die Macher des 130 Seiten umfassenden Jubiläumsbands "50 Jahre Trottoirfest", der gestern Abend erschienen ist (wir berichten noch).

K wie Kronenstraße: In den ersten beiden Jahren bildete die Kronenstraße die Festmeile. Auf Grund der steigenden Teilnehmerzahl und einem daraus resultierenden Platzmangel musste das Fest in die Alte Landstraße verlegt werden.

L wie Lustig: Dieses Wort beschreibt nicht nur die Stimmung auf dem Trottoirfest, sondern auch einen Protagonisten: Gerd Lustig wird beim Rahmenprogramm nicht nur moderieren, sondern selbst als Sänger die Bühne rocken.

M wie Matrosinnen: Die "Marinette de Fécamp" – junge Mädchen im Matrosenkostüm auf Rollschuhen – werden dieses Jahr nach langer Pause nach Rheinfelden kommen – wie in den Anfängen des Trottoirfests. Die jungen Damen werden bei der Festeröffnung mit dabei sein und am Samstagabend einen Umzug von der Karlstraße zum Friedrichplatz gestalten.

N wie Nussi: Hiermit ist Erika Nuß gemeint, ihres Zeichens langjährige Bedienung des Kraftsportvereins beim Trottoirfest. Das Tablett und die Bierkrüge hat "Nussi" inzwischen zwar längst aus der Hand gegeben, doch noch immer unterstützt sie die Vereine mit ihren selbstgebackenen Torten und Kuchen.

O wie oben: Dorthin müssen Besucher schauen, wenn sie die mit bunten Bändern geschmückte Festkrone in der Alten Landstraße bewundern wollen.

P wie Partnerstädte: Ohne sie wäre das Trottoirfest sicher nur halb so schön. Egal ob Freunde aus Neumarkt, Mouscron, Vale of Glamorgen oder Fécamp – sie alle bringen gute Laune und Spezialitäten aus ihren Heimatländern mit. Legendär ist der Stand – am Eingang der Alten Landstraße – aus Neumarkt mit Südtiroler Leckereien und alpenländischem Flair.

Q wie Quäntchen Glück: Das brauchen die Trottoirfestmacher beim Wetter, denn gegen Petrus’ Launen ist man machtlos. Aber egal, ob Dauerregen oder Affenhitze: Vereine und Besucher machen das Beste draus und lassen sich die Laune nicht verhageln.

R wie Ringermatte: Sie war eigentlich die Initialzündung für das Trottoirfest. Weil der Kraftsportverein damals kein Geld für eine neue Ringermatte hatte, kamen die Ringer auf die Idee, ein Fest zu veranstalten.

S wie Sparkasse: Hier findet seit 1969 immer am Sonntagvormittag des Festwochenendes ein Empfang mit Musik statt.

T wie Trottoir: Das französische Wort für Bürgersteig ist Namensgeber des Fests. Klara Spang schlug dem mittlerweile verstorbenen Festgründer Franz Zachacker den Namen vor. Angedacht war auch der Name Randsteinchilbi.

U wie Urlaub: Den verlegen eingefleischte Rheinfelder um das Trottoirfest herum. Wer will schon das größte Fest der Stadt verpassen?

V wie Vereine: Ohne sie gäbe es kein Trottoirfest. Die Vereine sind der Motor des Fests der Feste in Rheinfelden. 17 Rheinfelder Vereine plus die vier Partnerstädte machen beim diesjährigen Trottoirfest mit. Nicht mehr dabei ist der FSV Rheinfelden: Personalmangel ist leider der Grund. Eiserne Regel beim Trottoirfest ist, dass kein gewerblicher Budenbetreiber zugelassen ist, da das Fest den örtlichen Vereinen vorbehalten bleiben soll. Der Trottoirfestverein ist seit 1971 als Dachorganisation zuständig für die gesamte Infrastruktur und die Organisation. Bis heute sind noch vier Gründungsvereine von Anfang an dabei: die Latschari, D’Maximale, die Narrenzunft und natürlich der KSV.

W wie Wehinger Erwin: Der dienstälteste und bekannteste Fotograf Rheinfelden wird nicht umsonst "das Auge Rheinfeldens" genannt. Von seinen Freunden als "Haus- und Hoffotograf" des Trottoirfests betitelt, dokumentierte Erwin Wehinger in fünf Jahrzehnten unzählige Momente und Stimmungen bei der dreitägigen Veranstaltung. So ist es nicht verwunderlich, dass viele von den Fotos auch im Jubiläumsband veröffentlicht werden.

X wie XXL: Groß, größer, Trottoirfest – das haben sich die Macher für die Jubiläumsausgabe vorgenommen und ein großes, ansprechendes Programm mit viel Musik und Abwechslung auf die Beine gestellt.

Y wie Yes: Yes! Nur noch wenige Tage, dann beginnt das 50. Trottoirfest! Mehr gibt es nicht zu sagen.

Z wie Zachacker: Er ist sozusagen der Vater des Trottoirfests. Unter der Leitung von Franz Zachacker haben 19 Vereine 1968 innerhalb von nur 14 Tagen das Fest erstmals auf die Beine gestellt.

Autor: Juliane Schlichter