Diese Hilfe kommt gut an

Claudia Gempp

Von Claudia Gempp

Di, 21. Oktober 2014

Rheinfelden

Einnahmen des Familienfests Adelhausen haben sozialen Nutzen.

RHEINFELDEN. Viele Gäste erlebten im Sommer in Adelhausen beim dritten von Armin Schuster gemeinsam mit der IG Ringen des TuS Adelhausen gestalteten Familiensonntag kurzweilige Stunden. Insgesamt war es das sechste Familienfest in der Region mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten. Da die Einnahmen zweckgebunden für ganz konkrete Sachen eingesetzt werden, sorgte die Veranstaltung jetzt noch einmal für große Freude: Der Erlös in Höhe von 1054 Euro geht an die Dorfhelferinnen bei der Kirchlichen Sozialstation Rheinfelden.

Bei einem gemütlichen Treffen am Samstag nahmen Caritas-Geschäftsführer Rolf Steinegger und Liane Frey, Einsatzleiterin Familienpflege die "willkommene Spende" entgegen. Steinegger stellte einen Gästen die Entstehung und Entwicklung der Sozialstation vor, die "mehr ist als ein Pflegedienst für ältere oder kranke Menschen", zumal weitere Hilfseinrichtungen angeschlossen sind wie die Dorfhelferinnen/Familienhilfe. Dachverband ist das Dorfhelferinnenwerk Sölden. Dieses sucht sich jeweils vor Ort Einsatzstationen, häufig seien dies Sozialstationen aber auch politische Gemeinden.

In Rheinfelden sind Dorfhelferinnen seit 1976 angesiedelt. Drei von ihnen erfüllen täglich den wertvollen Dienst zum Wohle betroffener Familien bis Schwörstadt und auf dem Dinkelberg. Insgesamt leistet das Dorfhelferinnenwerk Sölden mit zirka 270 Mitarbeiterinnen Familienpflege im ländlichen Raum. Voraussetzung für diese Leistung ist, dass Kinder unter zwölf Jahren da sind und die haushaltsführende Person – meistens die Mutter – so erkrankt ist, dass sie ihren Haushalt und die Kinder nicht versorgen kann.

Liane Frey berichtete von belastenden Einsatzsituationen, wo schnelles Handeln und vor allem ein hohes Maß an Flexibilität gefordert waren. "Wir organisieren, welche Hilfe nötig ist, wann und wie lange und das geschieht in der Regel ab morgen". Hinzu käme, dass aufgrund unseres gesellschaftlichen Wandels "die Arbeit immer problematischer wird", sagte Frey, und Steinegger sprach auch von "finanziellen Problemen" im Rahmen der Familiennothilfe. Trotzdem stellte Liane Frey fest: "Wir haben noch nie einen Einsatz absagen müssen". Die Gäste zeigten sich betroffen und überzeugt, dass "die Spende für die Dorfhelferinnen richtig war", denn, so Schuster: "Man glaubt vorher, dass man für eine gute Einrichtung spendet und wenn wir hinfahren und diese vor Ort kennenlernen, ist die Idee noch viel besser als sie vorher schon war".