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10. Februar 2012

Ein Gruß an die Fasnacht

Evonik-Werksmusik spielt als dritte Zugabe zu ihrem Jahreskonzert den Latscharimarsch.

  1. Mit ihrer Virtuosität und in bester Spielfreude begeisterte die Evonik-Werksmusik unter der Leitung von Eckhart Hanser beim Jahreskonzert ein großes Publikum. Foto: Claudia Gempp

RHEINFELDEN. Eines vorweg: Sie will keine Konkurrenz für die Latschari sein. Als jedoch die Evonik-Werksmusik zum Schluss ihres Jahreskonzerts und weil, so Dirigent Eckhart Hanser, "es fast Fasnacht ist" zur großen Freude des zahlreichen Publikums als dritte Zugabe und immer noch nicht spielmüde den Latscharimarsch intonierte, da gipfelte die allgemeine Begeisterung in lautstarken Bravorufen. Sogar Standort-Leiter Rainer Vierbaum war so angetan, dass er das Orchester mit einem kräftigen "Narri Narro" entließ.

Zum siebten Mal gab die Werksmusik ein Jahreskonzert und damit den Rahmen für die gemeinsame Ehrung der Jubilare des vergangenen Jahres. Diese Veranstaltung, so Rainer Vierbaum "ist uns wichtig und ans Herz gewachsen, sie hat seinen Platz im kulturellen Lebens unseres Werks gefunden".

Bei dem unterhaltsamen Abend, für das sich das Betriebsrestaurant "Culinaria" in einen Konzertsaal verwandelte, erlebte das Publikum ein charmant ausgewähltes Programm fernab vom traditionellen Blasmusik-Genre. Es war geprägt von einem homogenen Zusammenspiel, rhythmischer Präzision, allerlei musikalischen Finessen und dem Beweis, dass die Werksmusik in jedem Stil zuhause ist.

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Das überrascht umso mehr, wenn man weiß, dass sich hier über 30 Musiker und Musikerinnen aus neun verschiedenen Musikvereinen einschließlich vier Gastmusikern vereinen und nur fünf Proben für das unterhaltsame Konzert absolviert hatten. Im Vergleich: Jahreskonzerte von Musikvereinen würden oftmals bis über 15 Proben und noch dazu ein Probenwochenende erfordern. Daher, so betonte Hanser, sei die Arbeit mit der Evonik-Werksmusik für ihn sehr interessant". Schon zum Auftakt mit dem zackigen Alt-Starhemberg-Marsch erfüllte sich Vierbaums Wunsch: "Herr Hanser, zeigen sie uns, was 52 Jahre Erfahrung eines Orchesters bedeuten".

Inspirierende Musik mit dem richtigen Gespür für ebenso flotte wie sanfte Klänge erklang im ersten Teil des Konzerts. Der musikalische Bogen spannte sich vom populären "The Second Waltz" über den "Charmanten Allgäuer", als erster Höhepunkt, bei dem Dietmar Bieg "viel Luft" brauchte für sein beachtliches Solo.

Auch die Themen des zweiten Teils setzte die Werksmusik virtuos um. Sie startete mit einem fulminant intonierten Ohrwurm-Klassiker aus dem Film "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" und ließ danach als eindrucksvollen Kontrast die wunderschöne Ballade "The Rose" erklingen. Bei der Komposition "Air" begeisterte Erwin Lademann als versierter Solo-Trompeter und mit Gilbert O’ Sullivans Pop-Klassiker "Matrimony" ging es schwungvoll konzertant weiter. Kindheitserinnerungen wurden wach, als zum Abschluss die faszinierende Musik von Martin Böttcher zu "Winnetou & Old Shatterhand" erklang.

Nach einem Riesen-Schlussapplaus galt der Dank von Werksmusik-Sprecher Jürgen Trapp insbesondere den Ausbildern sowie Dirigent Eckhart Hanser für sein "großes Engagement" und nicht zuletzt Kasper Merkt, der sich nach 52 Jahren als aktives Mitglied verabschiedete.

Autor: Claudia Gempp