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08. Dezember 2011

Einsatz bald auch vor Ort

Bei der Spendenübergabe waren die italienischen Frauen sehr angetan von der Caritas Tagepflege.

  1. Scheckübergabe der italienischen Frauengruppe St. Josef an die Caritas-Tagespflege Foto: Claudia Gempp

RHEINFELDEN. "Buona sera, es freut mich, dass Sie an uns gedacht haben." So begrüßte am Dienstagabend Caritas-Geschäftsführer Peter Schwander in der Caritas-Tagespflege eine Abordnung der italienischen Frauengruppe St. Josef, als diese einen Scheck in Höhe von 700 Euro aus dem Erlös des Benefiz-Spaghettiessens überreichte.

Insgesamt haben die fleißigen Frauen 1400 Euro eingenommen, die zweiten 700 Euro gehen an die Kinderkrebshilfe Freiburg. Zur großen Freude von Tagespflege-Leiterin Inge Thoma und Schwander, hatten die Frauen ein weiteres "Geschenk" parat, nämlich ein spontanes "Ja, das machen wir", als Schwander die Idee in den Raum gestellt hatte, ob sich die italienischen Frauen nicht auch einmal in der Caritas-Tagespflege einbringen wollen. Er stelle zwar nach wie vor fest, dass, so Schwander, der Zusammenhalt in den italienischen Familien noch weit höher ist "als bei uns" und dort erst nur wenig pflegerische Einsätze zu verzeichnen seien, die Tagespflege sei aber bewusst für alle Menschen in Rheinfelden geöffnet und da es einen großen Anteil von italienischen Bürgern gebe, "wollen wir auch ihnen dieses Angebot zur Verfügung stellen".

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Ein italienischer Gast komme bereits regelmäßig, auch eine italienisch verheiratete Frau. Da eine italienische Mitarbeiterin aus beruflichen Gründen ausgeschieden ist, stünde deren Sprachkompetenz nicht mehr zur Verfügung, dabei sei insbesondere bei an Demenz erkrankten Menschen deren Muttersprache von großer Bedeutung. Inge Thoma, die die Einrichtung vorstellte, konnte dies nur bestätigen. Sie wisse, dass sich der italienische Gast in der Tagespflege wohl fühle und auch schon ein bisschen Alemannisch gelernt habe, aber "es wäre doch schön wenn wir unsere Gäste zweisprachig begleiten könnten". Ein solches Ehrenamt, so Thoma, erhöht auch die Qualität für unsere Gäste. Wir haben viele Ehrenamtliche, ohne die wir uns gar nicht so für die Menschen einbringen könnten".

Die italienischen Frauen waren sofort angetan von der Idee, die Vorschläge sprudelten nur so aus ihnen heraus: "Wir können kochen, etwas lesen oder übersetzen und mit den Gästen singen. Schwander meinte sogar, dass man zum Singen vielleicht auch die italienischen Kinder des benachbarten Kindergartens dazu holen könnte. Giulia Mazzei erinnerte noch einmal daran, wie die Idee des Benefiz-Spaghettiessens entstanden ist, mit dem Ziel, Brücken zu bauen zwischen Menschen. "Wir finden, dass die Caritas-Tagespflege notwendig ist."

Autor: Claudia Gempp