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20. Februar 2010
Entlastung für Angehörige
Sozialstation hofft für die Tagespflege auf grünes Licht vom Land.
RHEINFELDEN. Der erste Vorbote ist ein neuer Transporter, dem alsbald zwei weiter folgen sollen. Diese sollen dann aller Voraussicht nach im nächsten Jahr die neu einzurichtende Tagespflege in der Sozialstation unterstützen. Noch steht der positive Bescheid über eine Förderung des Landes aus doch, so Geschäftsführer Rolf Steinegger, "wir sind guter Dinge, dass wir im ersten Halbjahr nächsten Jahres für Rheinfelden und Umgebung mit der Tagespflege beginnen können".
"Sie pflegen einen Angehörigen? Respekt!", steht auf dem neuen behindertengerecht ausgestatteten Ford Transit mit dem der Zivildienstleistende Michael Zenke jeden Wochentag bis zu zehn ältere Menschen in Rheinfelden und den Nachbargemeinden zu Hause aufnimmt und sie zur Tagespflege nach Öflingen fährt. Das Angebot wird rege angenommen, so der Geschäftsführer der Sozialstation Rolf Steinegger, der Bedarf ist da. Deshalb habe man sich entschieden, sagt Steinegger, eine kleine Erbschaft zu investieren und noch vor der Einrichtung einer Tagespflege in Rheinfelden diesen Service eines Fahrdienstes anzubieten. Wie die Aufschrift verrät geht es dabei nicht nur um die Senioren denen das Angebot primär zu Gute kommt. Ältere Menschen, die zu Hause wohnen den Tag betreut von qualifiziertem Personal und unter Gleichgesinnten verbringen. Es geht dabei auch, so Steinegger, um die Entlastung der pflegenden Angehörigen. 750000 Euro sollen in das zukünftige Angebot, das in der betreuten Wohnanlage eingerichtet werden soll, investiert werden. "Ein Gemeinschaftsprojekt", lobt Steinegger, das gemeinsame Engagement von Stadt, Wohnbau, der Caritas Hochrhein, der Sozialstation und natürlich des Landes. Der Bescheid aus Stuttgart steht zwar noch aus doch soll, so hoffen die Beteiligten, als letzter Standort Rheinfelden aus diesem Fördertopf zum großen Teil finanziert werden. "Wir holen hier richtig Geld in die Stadt", freut sich Steinegger.
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Für 44 Personen wird dann die Möglichkeit der täglichen Betreuung bestehen. Vier Vollzeitstellen aufgeteilt in verschiedene Stellenprozente und Qualifikationsgrade sollen dazu eingerichtet werden. Aber natürlich sei man auch dankbar über ehrenamtliches Engagement, so die Pflegedienstleiterin der Sozialstation Inge Thoma. "Bei uns erfahren Menschen eine Struktur, werden individuell gefördert und bestehende Fähigkeiten gestützt", erklärt Thoma. Die Tagespflege soll einen weitern Mosaikstein im flächendeckenden Angebot der Sozialstation und anderer Träger in der Gemeinde bilden. Zu diesem "fantastischen Angebot" in Rheinfelden, so Steinegger, fehle nun eigentlich nur noch, dass das Krankenhaus die Geriatrie-Rehabilitation bekäme. Weitere Informationen zur Tagespflege in der Sozialstation bei Inge Thoma unter Tel. 07623/ 1500 oder unter:
Autor: Valentin Ade
