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19. März 2010
Fliegenfischer decken die Tafel
1000-Euro-Scheck für den Tafelladen / Erlös aus den Teilnahmegebühren an einem Kurs.
RHEINFELDEN (BZ). Fliegenfischen ist normalerweise ein Hobby, das an Bächen, Flüssen und Seen ausgeübt wird. Nicht so am vergangenen Sonntag, als die Fliegenfischerschule Dieter Weiler zum "Startup 2010" nach Rheinfelden eingeladen hatte.
Die vorbeikommenden Spaziergänger staunten nicht schlecht, als sie über 40 Fliegenfischer auf der großen Wiese des Tutti-Kiesi-Freizeitgeländes kunstvoll die Fliegenruten schwingen sahen. Weiße, blaue, gelbe, rote oder auch grüne Leinen flogen über das Gelände. Fliegenfischen verlangt vom Fischer nicht nur gute Kenntnisse über das Leben im und am Wasser, geschicktes taktisches Verhalten beim Fischen, sondern auch ein gutes Maß an Wurffähigkeiten, um die künstlichen Fliegen verführerisch und natürlich dem Fisch zu präsentieren.
Um diese Wurftechniken zu verbessern und aufzufrischen, hatte Chef-Instruktor Dieter Weiler, zusammen mit acht Instruktorenkollegen, Fliegenfischer aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich eingeladen. Ab morgens um 9 Uhr wurden im Tutti-Kiesi die grundlegenden Techniken, weiterführende Würfe, Distanz- und Trickwürfe demonstriert, erklärt und geschult. Die aus weiten Teilen Süddeutschlands und der Nordschweiz angereisten Teilnehmer waren eifrig bei der Sache und ließen sich auch von den niedrigen Temperaturen nicht den Spaß an der Sache verderben.
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Im Freizeitgelände im Negerdörfle wurde die Möglichkeit geboten, die Würfe auch im und am Wasser zu üben. Selbst das kalte Wasser hielt die enthusiastischen Fliegenfischer nicht davon ab, mit den richtigen Neoprenstiefeln und der passenden warmen Bekleidung ausgerüstet, sich unterrichten zu lassen.
Im Anschluss an die Schulung hatte Dieter Weiler ein gemeinsames Essen im Gasthaus Engel in Degerfelden organisiert, bei dem Helmut Moser, Vorsitzender des Rheinfelder Tafelladenvereins von Dieter Weier einen Scheck über 1000 Euro erhielt – der Erlös aus den Teilnahmegebühren. Die Fliegenfischer sehen hiermit die Möglichkeit, ganz direkt und unbürokratisch einer guten und wichtigen Einrichtung zu helfen.
Aber auch die Teilnehmer selbst hatten noch spannende Augenblicke vor sich. Dieter Weiler hatte eine Tombola organisiert, die mit sechs schönen Preisen, gesponsert von einigen Händlern aus der Fliegenfischerszene bestückt war. Neben dem Hauptpreis, einer handgefertigten und zur Erinnerung extra beschrifteten Fliegenrute, einer gravierten, hochwertigen Fliegenrolle, warteten weitere schöne Preise auf die Gewinner. Ortsvorsteherin und "Glücksfee" Karin Reichert-Moser meinte es dann besonders gut mit den Fliegenfischern aus der Schweiz, gingen doch vier der sechs Preise dorthin.
Dieter Weiler bedankte sich abschließend mit einem kleinen Präsent bei seinen Instruktorenkollegen, die aus Bern, Zürich, Bad Liebenzell und dem Stuttgarter Raum eigens für diese Veranstaltung anreisten, für deren Engagement, ebenso bei den Damen der Kaffeebar mit einem Blumenstrauß für deren tollen Service.
Autor: jja
