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19. August 2015

Für den Freundeskreis Asyl wird die Arbeit schwierig

Aktuell sind 394 Flüchtlinge in der Sammelunterkunft untergebracht / 50 Prozent stammen vom Balkan / Viel Abstimmungsarbeit.

RHEINFELDEN. Für den Freundeskreis Asyl wird es immer schwieriger, einzelne Flüchtlinge in der Sammelunterkunft Schildgasse zu unterstützen und in Bedarfslagen zu helfen. Nach einer monatlichen Lagebesprechung mit der Heimleitung vom Montag sind aktuell in der Unterkunft 394 Menschen untergebracht, davon 80 Kinder bis 17 Jahre. 50 Prozent der Asylbewerber kommen nach Kenntnis von Herwig Popken vom Balkan. Als engagierter Aktiver im Freundeskreis ist Popken zusammen mit 20 gleich Aktiven derzeit sehr gefordert. Insgesamt zählt er zwar rund 100 Leute im Freundeskreis, die sich für die Flüchtlingsversorgung engagieren, immer im Einsatz sind aber nicht mehr als drei. "Wir sind noch in der Lage, Hilfestellung zu geben", beschreibt der die Situation. Ein Teil der Menschen möchte Hilfe, andere haben Probleme mit dem Aufenthalt, "jeden Tag kommen auch viele Anrufe, die helfen wollen". Drei Mal pro Woche sind Freiwillige im Freundeskreis im Heim, außerdem wird im Treffpunkt Gambrinus beraten. Der Freundeskreis steht in Kontakt mit der Handelskammer, mit Jobcenter und Arbeitsagentur und Popken freut sich, dass es jetzt auch Firmen gibt, die Flüchtlingen Arbeit geben. Damit die Aufgaben nicht über den Kopf wachsen, setzt der Freundeskreis Prioritäten in seiner Arbeit.

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Da es zeitweise auch zu Überbelegungen im Heim kommt, sieht Popken als eines der größten Herausforderungen Wohnraum für Menschen zu schaffen, die im Duldungsverfahren stehen. Die Flüchtlingszahl für die weitere Zukunft in einer Sammelunterkunft auf 300 für Rheinfelden zu beschränken gilt als "eine handelbare Größe". Um beim Zustrom immer weiterer Menschen den Überblick zu behalten "sprechen wir uns ständig mit der Heimleitung ab, betont Popken.

Autor: Ingrid Böhm-Jacob