Henle und Eberhardt wetten um Radweg

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Mi, 04. Oktober 2017

Rheinfelden

Bürger glaubt nicht, dass die Verbindung zwischen Schwörstadt und Riedmatt vor 2023 fertig wird.

RHEINFELDEN. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Manfred Henle haben eine Wette über die Einrichtung eines Fuß- und Radweges zwischen Schwörstadt und Riedmatt abgeschlossen. Henle hofft darauf, zu verlieren.

Eine Radverbindung zwischen Schwörstadt und Riedmatt ist schon lange Gegenstand von Diskussionen, insbesondere da die Radweg-Querung der Bundesstraße bei Riedmatt als gefährlich gilt (die BZ berichtete).

Die Karsauer SPD wie auch der dortige Ortschaftsrat fordern schon lange, einen Weg am Rhein südlich der Bahngleise einzurichten. Dabei geht es um ein etwa 600 Meter langes Stück zwischen der Mündung des Sägebachs in Riedmatt und dem Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt. Genau dort trafen sich Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und der Schwörstädter Manfred Henle zum Abschluss einer Wette. Henle wettete, dass ein solcher Radweg erst nach dem 30. Juni 2023 nutzbar sein werde, während Eberhardt dagegen hält und auf ein früheres Datum setzt.

Wetten sollen für mehr Aufmerksamkeit sorgen

Die Wette über 50 Liter badischen Weins besiegelten Eberhardt und Henle per Handschlag und stießen zusammen mit Ortsvorsteher Jürgen Räuber (SPD), einigen Karsauer SPD-Ortschaftsräten und dem Schwörstädter Gemeinderat Stephan Frank (CDU) mit einem Rotwein darauf an. Eberhardt erklärte, dass er sich zunächst geziert hatte, die Wette einzugehen, da nicht die Stadt, sondern der Bund Projektträger wäre, und er an eine Niederlage glaubte. Da er Henle aber grundsätzlich recht gebe, stimmte er der Wette schließlich zu.

Henle meinte, dass die Trasse optimal sei, und war sich sicher, dass sie auch als überregionaler Radweg gut angenommen würde. Bei Zählungen hätte er schon 150 Radler in einer Stunde auf der Strecke gezählt. Henle hofft, mit solchen Wetten mehr Aufmerksamkeit für die Anliegen herzustellen.

Ortschaftsrätin Vanessa Edmeier (SPD) erklärte, dass die Fraktion mit Henles Anliegen sympathisiere, aber hoffe, dass Eberhardt die Wette um Jahre im Voraus gewinnen werde.