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11. Februar 2012
"Ich habe das durchaus verdient"
KURZ GEFRAGT mit Christine Schmid, die heute den Grenzlandkulturpreis erhält.
RHEINFELDEN. Am Samstagabend wird Christine Schmid, Chansonette und Akkordeonistin aus Rheinfelden, bei einer Veranstaltung im Museum am Burghof in Lörrach, von der Deutsch-Französischen Gesellschaft Lörrach mit dem Grenzlandkulturpreis 2012 ausgezeichnet. Maja Tolsdorf sprach mit ihr über die bevorstehende Auszeichnung.
BZ: Was war ihre erste Reaktion, als Sie davon erfahren haben?Schmid: Ich war überrascht. Dann überkam mich aber das Gefühl, dass ich das durchaus verdient habe, schließlich mache ich ja schon 20 Jahre professionell Musik, in deutscher und französischer Sprache.
BZ: Was für Musik machen Sie?
Schmid: Ich bin klassisch ausgebildete Sängerin. Als Instrument spiele ich Akkordeon und singe verschiedene Stile, darunter, für Akkordeon sehr passend, deutsche und französische Chansons.
BZ: Wie haben Sie von der Preisverleihung erfahren?
Schmid: Die Deutsch-Französische Gesellschaft hat mir eine E-Mail geschrieben.
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Schmid: Wie gesagt, ich bin ja in der Gegend keine Unbekannte, aber wie man auf mich kam, weiß ich nicht. Vielleicht erfahre ich das ja dann bei der Preisverleihung heute Abend.
BZ: Sie wissen auch nicht, was dort auf Sie zukommt?
Schmid: Ich weiß, dass es ein Konzert mit dem deutsch-französischen Chansonnier und elsässischen Liedermacher Robert-Frank Jacobi und mit Anita Pirman-Lorin am Akkordeon geben wird, und dass auch ich zwei neue deutsch-französische Titel, die auf meiner CD "Zeichen der Zeit" zu hören sind, spielen und singen werde. Aber wie die Preisverleihung ablaufen wird, davon lass ich mich gern überraschen.
BZ: Freuen Sie sich darüber, dass man bei der Auszeichnung an Sie gedacht hat?
Schmid: Ja, ich freue mich sehr, wie gesagt, ich verdiene seit zwei Jahrzehnten mein Geld mit der Musik, was ja gar nicht so einfach ist, habe viel Erfahrung gesammelt und bin kein unbeschriebenes Blatt in der regionalen Musikszene.
BZ: Wie lange spielen Sie denn schon Akkordeon?
Schmid: Die ersten Gehversuche mit dem Instrument habe ich gemacht, als ich drei Jahre alt war.
BZ: Sind Sie wegen der Preisverleihung aufgeregt?
Schmid: Aufregung ist zu viel gesagt, aber Lampenfieber habe ich schon. Es ist eine angenehme Mischung zwischen Freude und einem leichten Kribbeln, weil ich nicht weiß, was auf mich zukommt.
ZUR PERSON: CHRISTINE SCHMID
geboren in Basel, aufgewachsen in Rheinfelden, wo sie auch ihr Abitur machte. Ihre Ausbildung begann sie 1991 an der Opernwerkstatt im Konservatorium Basel. Anschließend bildete sie sich an der Jazzschule Basel in Gesang und Klavier weiter, studierte von 1995 bis 1997 moderne Akkordeonstilistik in Trossingen und besuchte 1998 die Jazz-Varieté-Schule in Paris. Später studierte sie klassischen Gesang und sammelte als Sopranistin Erfahrungen in Oper und Operette.
Autor: maj
Autor: maj
