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21. Oktober 2011

Im Kulturpark läuft alles rund

Sozialausschuss befürwortet einstimmig eine Verlängerung des Fördervertrages mit der Dieter-Kaltenbach-Stiftung.

  1. Hier läuft was: Die Kaltenbachstiftung gilt weiter als hervorragende Wahl bei der Betriebsträgerschaft des Kulturparks Tutti-Kiesi. Foto: Ralf Staub

RHEINFELDEN. Weil Verwaltung und Gemeinderäte rundum zufrieden sind mit der Arbeit der Dieter-Kaltenbach-Stiftung als Betriebsträgerin des Tutti-Kiesi-Areals, befürwortet der Sozialausschuss einstimmig eine Verlängerung des Vertrages um drei Jahre. Gleichzeitig sollen von 2012 an auch der Personal- und Sachkostenzuschuss erhöht werden.

Alois Ockl (CDU), zu Beginn des Engagements der Lörracher Einrichtung in Rheinfelden noch eher skeptisch, brachte es auf den Punkt: "Ich habe immer mehr den Eindruck, dass hier kompetente Leute am Werk sind." Im Kulturpark herrsche immer Bewegung, er sei eine starke Bereicherung der Kinder und Jugendarbeit – dem schlossen sich die Vertreter der anderen Fraktionen Regina Wessely (SPD). Ralph Glück (Freie Wähler) und Annette Lohmann (Grüne) in vollem Umfang an und unterstrichen die Bedeutung dieser Arbeit für Rheinfelden. Auch Oberbürgermeister Eberhard Niethammer findet, die Kaltenbach-Stiftung sei "sehr gut angekommen in der Stadt". "Das viele Geld," meinte der OB im Scherz zur neben ihm sitzenden Amtsleiterin, "sparen wir bei Ihnen im Amt ein".

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Der neue Vertrag sieht vor, dass die Kaltenbach-Stiftung eine Aufstockung des Personalkostenzuschusses von 79 000 auf 92 000 Euro erfährt, damit Honorarkräfte oder junge Leute im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes verstärkt eingesetzt werden können. Denn Cornelia Rösner, Leiterin des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, hatte dargelegt, dass die Arbeit im Tutti-Kiesi ohne Hauptamtliche nicht zu leisten sei. 1,5 Stellen hält die Kaltenbach-Stiftung im Tutti-Kiesi vor.

Rösner erinnerte auch daran, dass nach der Grün 2007 nicht nur ein Betriebsträger für den Kulturpark gesucht, sondern auch das Kinder- und Jugendbüro neu aufgestellt wurde. Damals habe es zwei Angebote für die Betriebsträgerschaft und auch heute, so ist sie überzeugt, würden die Interessenten "nicht Schlange stehen": Mittlerweile würde es in Rheinfelden nicht nur Jugendarbeit geben, sondern – dank der Kaltenbach-Stiftung – über alle Ferienwochen hinweg auch Angebote für Kinder und – so fügte sie hinzu, "keine selbstverwalteten Jugendhäuser mehr".

Die Sachträgerschaft des Areals bleibt bei der Stadt, die in den vergangenen Monaten Investitionen in einen Werkstattpavillon, eine Malerwerkstatt, ein Gerätehaus, einen Sandspielbereich, in ein textiles Sonnenschutzdach und in eine Pflasterung von Teilen des Außengeländes investiert hat. In Planung ist zudem ein Kletterhaus.

Aus dem Jahresbericht der Kaltenbach-Stiftung für das Tutti-Kiesi geht hervor, dass den Gesamtausgaben in Höhe von rund 127 000 Euro lediglich Einnahmen in Höhe von knapp 120 000 Euro gegenüberstehen, die Stiftung also einen Verlust von 8000 Euro zu tragen hatte.

Autor: Ralf Staub