Keine 20 Prozent des Eises schmelzen

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Mi, 14. Juli 2010

Rheinfelden

Rheinfelderin Melissa Garzella gewinnt die Eisblockwette auf dem Friedrichplatz / Beispiel für moderne Wärmedämmung.

RHEINFELDEN. Junge Leute haben bei der Eisblockwette am besten geschätzt, wie viel des Eises im nach dem Passivhaus-Standard gebauten Häuschen auf dem Friedrichplatz nach einem Monat übrig geblieben ist. Mit ihrem Tipp von 80,5 Prozent lag die 18-jährige Rheinfelderin Melissa Garzella genau richtig. Bei der Auflösung gestern belegten Steffen Erbsland (21/ Freiburg) mit 80,6 Prozent und Robin Eschbach (16/ Bad Säckingen) mit 80,9 Prozent die Plätze zwei und drei. Das Häuschen bekommt eine Tür und Fenster eingebaut, bevor es verschenkt wird.

Die Leiterin des Kindergartens St. Elisabeth in Minseln, Nadja Bausch, bedankte sich für das Geschenk, das das sechs Jahre lang umgestaltete Außengelände perfekt machen werde. Oberbürgermeister Eberhard Niethammer war Schirmherr der Wette, die er erneut als pädagogisch gut lobte: "Wir sind sehr dankbar darüber, dass etwas so Sinnvolles so geschickt verpackt worden ist."

Das bis fast zuletzt intakt gebliebene Thermometer zeigte seit dem Beginn der Wette am 15. Juni im Innern des aus Holz bestehenden Hauses stets um die 2,2 Grad Celsius Temperatur an – "auch, als wir draußen 36 Grad hatten", wie Reinhard Garni, Obermeister der Stukateur- und Gipser-Innung Lörrach-Müllheim am Rande der Veranstaltung betonte.

Die Wette wurde vom Verband Holzbau Baden und dem Fachverband Ausbau und Fassade Baden initiiert. 1595 Kilogramm schwer war der Eisblock mit der ihn schützenden Folie noch, ursprünglich hatte das Paket 1980 Kilo gewogen. Der geringe Verlust verdeutlicht die effiziente Wärmedämmung des Hauses. Die Wette sollte verdeutlichen, wie viel Energie man mit der modernen Dämmung sparen kann, nicht nur bei Gartenhütten, sondern auch in den eigenen vier Wänden.