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17. Dezember 2011
Kinder machen andere Kinder glücklich
Mehrere Grundschulklassen beteiligten sich am "Weltweitwichteln" in einer großen Aktion.
RHEINFELDEN. Jeder kennt es aus Grundschultagen: In einer Gruppe wird ein Partner zugeteilt, dem man dann ein kleines Geschenk macht. Dieser weiß aber nicht, wer dieses Geschenk gemacht hat. Das Wichteln gehört zu den beliebten Weihnachtstraditionen und das nicht nur bei Kindern. In diesem Jahr beteiligen sich vier Klassen der Goetheschule und jeweils eine aus Warmbach und Karsau an einer ganz besonderen Wichtelaktion. Sie schicken Geschenke an Kinder in Indien und bekommen von den indischen Kindern auch ein kleines selbstgemachtes Geschenk zurück.
"Weltweitwichteln" heißt die Aktion, die von Pfarrerin Regine Klusmann und der 19-jährigen Marie Bran, die im Moment ein soziales Jahr in Indien verbringt, nach Rheinfelden gebracht wurde. Mit der Aktion können die Kinder aus der Goetheschule eine andere Kultur kennen lernen und etwas für eine gerechtere Welt tun. Außerdem ist es eine tolle Möglichkeit für die Kinder aus Indien und Deutschland, miteinander in Kontakt zu kommen.
Schon seit einigen Wochen basteln die Kinder aus den Schulen an den Geschenken für die indischen Kinder. Es sind Handpuppen aus Baumwolle, die aus fairem Handel stammen und von behinderten Frauen in Indien hergestellt wurden. Sie werden von den Schülern bunt bemalt und mit Glitzersteinchen, Kulleraugen und Watte verziert.
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Die Klasse KER2 der Goetheschule ist schon fast fertig mit ihren Geschenken, nur die Beutel, in die die farbenfrohen Puppen gesteckt werden, müssen noch mit dem eigenen Handabdruck und Namen versehen werden. Stolz präsentieren die Jungen und Mädchen die kleinen Kunstwerke. Sie fangen sogar schon an selbst damit zu spielen, die Kinder in Indien werden also bestimmt Spaß damit haben. Natürlich hat die Klasse von ihren Lehrerinnen Hess und Krauel viel über Indien und die Kinder dort erfahren, an die ihre Geschenke geschickt werden. Der 8-jährige Michele weiß schon viel über die Lebensumstände in dem fernen Land: "Die Kinder dort sind sehr arm, sie können ihre Eltern auch nur in den Ferien sehen, sonst sind sie in einem Heim. Sie bekommen nur ganz kleine Geschenke zu Weihnachten, aber darüber freuen sie sich riesig." Die Schüler wissen also, dass sie mit ihren Geschenken viele Kinder glücklich machen können und das freut auch sie.
Auch in Südindien sind die Kinder im Bastelfieber. Marie Bran hilft dort, nahe der Stadt Salem seit September in einem Heim, in dem etwa 100 behinderte Kinder leben. Die Rheinfelderin bastelt dort immer mit ein oder zwei Kindern gemeinsam an dem kleinen Geschenk für die Schüler aus Deutschland. Was gebastelt wird, wird jedoch nicht verraten. Marie erzählt, dass sich die Kinder sehr darüber freuen, dass ihre Geschenke nach Deutschland fliegen, und dass sie auch etwas bekommen. "Sie hüpfen, klatschen und jubeln und fragen ganz oft nach den Geschenken. Sie würden am liebsten gar nicht aufhören zu basteln." Die Kinder auf zwei Seiten der Weltkugel basteln noch. Die Geschenke werden dann zu Weihnachten ausgetauscht und viele Kinder können sich jetzt schon freuen, über kleine Geschenke, die wirklich von Herzen kommen.
Autor: Hannah Klusmann
