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13. Februar 2016

"Kunsti"

Kleine Eisfläche der Rheinfelder Kunsteisbahn bekommt ein Dach

Rheinfelder Behördeneislauf auf der Kunsteisbahn.

  1. Stimmen sich auf gute Zusammenarbeit ein: Willy Vogt („KuBa“), Gabi Ludwig (Eislaufclub), Stadtammann Franco Mazzi, OB Klaus Eberhardt und der Präsident des Eishockeyclubs, Hansueli Tischhauser Foto: Heinz Vollmar

RHEINFELDEN/SCHWEIZ. Grenzüberschreitende Freundschaft hin oder her: Wenn es ums Siegen geht, wird auch schon mal mit harten Bandagen gekämpft, geht es doch um Ehre und Stolz. Nachdem beim traditionellen Behördeneislauf der Gemeindevertreter beider Rheinfelden in den vergangenen Jahren immer wieder die Eishockey-Mannschaften aus der Zähringerstadt das sportliche Nachsehen hatten, wurde die Siegesserie der badischen Mannschaft am Donnerstag auf der Kunsteisbahn in Rheinfelden/Schweiz mit einer 2:12-Niederlage jäh durchbrochen.

An was die Schlappe lag, wurde am Ende sehr kontrovers diskutiert. Vor allem Oberbürgermeister Klaus Eberhardt übte sich in Selbstkritik, denn er coachte die badische Mannschaft, die ganz in Rot aufspielte, stellvertretend für Siegfried von Au, der nicht anwesend sein konnte. Beim gemeinsamen Fondue-Essen erklärte Eberhardt umgehend seinen Rücktritt als Coach und bemerkte, dass die schweizerische Mannschaft schließlich auch von "Profis" aus der schweizerischen Feuerwehr unterstützt worden sei. Ironisch fügte er an, er wolle die Niederlage zwar einräumen, allerdings auch noch das Ergebnis der Dopingkontrollen abwarten.

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Der schweizerische Stadtammann Franco Mazzi erklärte indes, dass die Aargauer nach den Niederlagen in den Vorjahren massiv aufgerüstet hätten. Selbst die Personalpolitik der Zähringerstadt sei darauf ausgerichtet worden. Man würde seither nur noch Mitarbeiter einstellen, die über konkrete Eishockey-Erfahrungen verfügen würden.

50 000 Franken aus Baden
Dass der Behördeneislauf auch einen ernsthaften Charakter verfolgte, skizzierte beim grenzüberschreitenden Treffen der Geschäftsführer der "KuBa" Freizeitcenter AG, Willy Vogt. Er sagte, mit dem Behördeneislauf wolle man sich bei allen Gemeinden bedanken, die sich finanziell am "KuBa"-Betrieb beteiligen. Das badische Rheinfelden steuert 50 000 Schweizer Franken dazu bei.

In Bezug auf das laufende Geschäftsjahr teilte der Geschäftsführer mit, dass man mit der Eisvermietung und den Besucherzahlen sehr zufrieden sei. Über die Weihnachtsfeiertage habe man bis zu 600 zahlende Tagesgäste gezählt. Hinzu komme die stetig steigende Zahl von Schülern und Schülergruppen, die auch aus Baden nach Rheinfelden/Schweiz kommen würden.

Für das Jahr 2017/2018 kündigte Willy Vogt mit der Überdachung des kleineren Eisfelds eine weitere Baumaßnahme auf der Kunsteisbahn an. Erfreut zeigte er sich außerdem über insgesamt 63 000 Badegäste im Freibad von Rheinfelden/Schweiz. Die Zahl der Besucher auf der Kunsteisbahn bezifferte er mit ca. 30 000 pro Saison, die am 26. September des Vorjahrs begann und am 6. März enden wird.

Eine sehr positive Bilanz ihrer Arbeit skizzierte auch Gabi Ludwig für den Eislaufclub. Sie bezog sich vor allem auf das Schaulaufen und die Interpretation des Märchens des Prinzen Seltsam. In gleicher Weise äußerte sich auch der Präsident des Eishockeyclubs, Hansueli Tischhauser, der auf die sportlichen Belange des Clubs einging. Er lud auch die deutschen Behördenvertreter ein, die Spiele des EHC vor Ort zu besuchen, was Oberbürgermeister Klaus Eberhardt auch versprach.

Beim diesjährigen Behördeneislaufen nicht dabei sein konnte Kuba-Verwaltungsrat Präsident Urs Hohler. Er ließ sich aus Krankheitsgründen entschuldigen.

Autor: Heinz Vollmar