Ultraeffizienz

KOMMENTAR: Ein Schritt in die Zukunft

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Di, 11. Dezember 2018

Rheinfelden

Die Kommunikation zwischen der Stadt und ihrer Industrie war in der Vergangenheit nicht immer ohne Spannungen. Oft genug lag das daran, dass man nicht genug miteinander über Bedürfnisse und Erwartungen sprach. Man nehme nur Grendelmatt III. Die Stadt stellte ihren Plan für eine Bebauung vor, und die Evonik sah sich dadurch in ihren Möglichkeiten beschnitten. Der Streit drohte zu eskalieren. Mittlerweile hat man sich zusammengesetzt und Lösungen erarbeitet, die beiden Seiten gerecht werden. Und noch mehr: Im Gespräch stellte man fest, dass alle von gemeinsamen Projekten wie etwa der Nahwärme profitieren können. Das ist effizient.

Jetzt geht es noch einen Schritt weiter: Die Stadt und die Industrie (und auch Gewerbefirmen) haben sich zusammengetan und sich in einem aufwändigen Bewerbungsprozess im ganzen Land als Sieger durchgesetzt. Wissenschaftler renommierter Fraunhofer-Institute wollen ihnen helfen, gezielt noch mehr Effizienz zu fördern. "Ultraeffizient" soll Rheinfelden werden. Man darf gespannt sein auf die Ideen, die da kommen mögen. Ob sich die ganze Effizienz umsetzen lassen wird, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin sind manche der Betriebe ja auch Konkurrenten. Dennoch ist es ein guter Schritt in die Zukunft Rheinfeldens.