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25. Oktober 2010

Krüger hat immer noch die Nase vorn

Der Komödiant bringt 700 Zuschauer im Bürgersaal zum Lachen.

  1. Star-Komiker Mike Krüger gab im Bürgerhaus unermüdlich Autogramme. Foto: Roswitha Frey

RHEINFELDEN. "Supernase" Mike Krüger sorgt für Superstimmung im ausverkauften Saal: Riesenbeifall brandet auf, als der Kabarettist und Komiker am Ende der Show seinen Hit "Mein Gott, Walther" anstimmt. Die Fans singen den Refrain laut mit. "Das Lied ist 35 Jahre alt und Ihr könnt den Text noch, sehr gut!", macht der Star-Komiker seinem begeisterten Publikum ein Kompliment und genießt den Jubel, die Pfiffe und "Zugabe, Zugabe"-Rufe: "Hey, Ekstase in Rheinfelden".

So voll sah man den Bürgersaal selten. 700 Zuschauer quer durch alle Altersstufen strömten zum Auftritt des "Dinos" der deutschen Komiker-Szene: Der Mann mit der markanten Nase, der seit 35 Jahren in der Bundesliga des Humors spielt, bringt Fans der älteren und jüngeren Generation zusammen und noch immer zum Lachen. Jeder Gag, jede Pointe, jeder Witz, jeder Kalauer wird mit Lachen und Szenenapplaus quittiert, die eingefleischten Fans singen die Hits mit. Kulturamtsleiter Claudius Beck, der mit seinem Team im Foyer alle Hände voll zu tun hat, freut sich über den bestbesuchten Abend in der Reihe Kabarett im Bürgersaal. In Nullkommanichts waren die Tickets weg, Krüger bricht alle Rekorde. Aus dem ganzen Umkreis kamen Kabarettfreunde, um das Jubiläumsprogramm der populären Humor-Legende mitzuerleben, die nach Umfragen 98 Prozent aller Deutschen kennen. Auf der Bühne präsentiert er sich locker und gut drauf, sympathisch in Jeans, weißem Hemd und dunklem Sakko, Profi durch und durch, der weiß, was seine Fans mögen. Seine Nummer über Naddel, Verona und Dieter Bohlen kommt ebenso gut an wie der Song über Ernährung und Diät und der übers Rauchverbot "Wenn du Frischluft willst, dann geh’ in dein Lokal", mit dem er zur Pause überleitet: "Jetzt können wir eine rauchen, Tschüss, bis bald." In der Pause können sich die Besucher mit Fanartikeln und schwarzen T-Shirts mit dem Aufdruck "Ist das Kunst oder muss das weg?" eindecken. Der Harmonika-Verein kümmert sich um die Getränke. Unter den Helfern ist Ulrike Peters von der Gewerbeschule, die sonst bei Kabarettveranstaltungen mit Schülern die Getränke ausgibt. Sie kommt aus Norderstedt bei Hamburg und ging mit Birgit Krüger in eine Klasse. 40 Jahre sei das her. Hinter der Bühne hat sie Mike Krüger getroffen, und er hat sofort übers Handy seine Frau Birgit angerufen, damit diese mit ihrer einstigen Schulfreundin plaudern konnte. "Das war richtig nett", freut sich Ulrike Peters.

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Nach der Pause gibt Mike Krüger wieder Vollgas in Sachen Humor, amüsiert seine große Fangemeinde mit frechen Sprüchen, witzigen Nummern und Liedern über "Loddar" Matthäus, Jogi Löw und den "verweichlichten" Fußball von heute, mit "Hitparaden"-Parodien über Jürgen Drews, Formel-1-Jungstar Sebastian Vettel und Matthias Reim ("Verdammt, ich schieb dich…"), als heißer Rock’n’Roller und Country-Mike. Das Nordlicht erobert seine südbadische Fangemeinde im Sturm ("Ich wusste, das gefällt euch…"), und er lässt sich von den stürmischen Zugabe, Zugabe-Forderungen nicht lange bitten und gibt gerne Nachschlag, darunter sein bekanntes Bagger Lied. "Leute, ihr wahrt super, hier kommt ich wieder her!", verabschiedet sich Mike Krüger.

Nach der Vorstellung verteilt er von der Bühne aus unermüdlich Autogrammkarten, signiert DVDs, T-Shirts und Plakate. Die Krüger-Fans sind sich einig: "Es war super, ein toller Abend."



Autor: Roswitha Frey