Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. Dezember 2016 16:07 Uhr

Bürgerstiftung Rheinfelden

Leinegg-Team der Pfarrei St. Josef erhält den Bürgerpreis

Seit über 30 Jahren veranstaltet das personell wechselnde Leinegg-Team ein großes Zeltlager. Die Bürgerstiftung zeichnete das Engagement mit dem Bürgerpreis aus. Einen Ehrenpreis erhielten die Tierschützer Monika und Willi Kelz.

  1. Das Leinegg-Team bekommt den Bürgerpreis. Foto: Peter Gerigk

  2. Viele Bürger verfolgten die Preisverleihung mit. Foto: Peter Gerigk

  3. Leon Senger sagt Dank. Foto: Peter Gerigk

  4. Rainer Liebenow überreicht die Urkunde an Willi Kelz Foto: Peter Gerigk

  5. Auch Musik gab es im Dietschy-Saal. Foto: Peter Gerigk

  6. Norbert Dietrich (von links), Lukas Loibl, Leon Senger, Willi Kelz und Rainer Liebenow Foto: Peter Gerigk

RHEINFELDEN. Die Verleihung des Bürgerpreises ist eine emotionale Sache gewesen. Schulter an Schulter standen Jugendliche hinter der letzten Stuhlreihe im Dietschy-Saal des Hauses Salmegg und jubelten, als Norbert Dietrich den Namen des Leinegg-Teams der Pfarrei St. Josef als Gewinner nannte. Ihre helle Freude war auch ersichtlich, als die Gruppenleiter mit den Lagerleitern Leon Senger und Lukas Loibl die Urkunde überreicht bekamen. Nicht minder laut wurde die Auszeichnung für Monika und Willi Kelz mit dem Ehrenpreis der Bürgerstiftung gewürdigt.

Jugendarbeit ist gut und wichtig. Das ist unbestritten. Das Leinegg-Team zeichnet sich darin jedoch in besonderer Weise aus, findet die Bürgerstiftung. Dietrich spannte in seiner Laudatio am Montag einen weiten Bogen. Die Jury erkenne in dem seit mehr als 30 Jahren organisierten Sommerzeltlager auf der Leinegg bei Waldshut für Kinder von 8 bis 13 Jahren Engagement, das als ein Ansatz dafür tauge, in einer Zeit der gesellschaftlichen Widersprüche Auswege aufzuzeigen.

Dietrich sprach in der Gesellschaft erkennbare Tendenzen wie Verunsicherung, Zukunftsangst, Egoismus, Intoleranz und die Sehnsucht nach einfachen, populistischen Lösungen an. "Diese Tendenzen drohen derzeit verstärkt in den Vordergrund zu drängen und den objektiven Blick vor der Realität zu verstellen."

Werbung


Das Lagerleben auf der Leinegg fordere und fördere junge Menschen umfassend. Auf Grundlage christlich-abendländischer Ethik trage es nicht nur zur Identitätsfindung bei, sondern befördere in hohem Maße auch das Gemeinschafts- und Wir-Gefühl und damit Menschlichkeit, Toleranz und Empathie. "Diese Merkmale prägen das Leinegg-Team maßgeblich und dokumentieren aus der Sicht der Vergabekommission den besonderen Wert des Zeltlagers für alle Beteiligten." Dadurch würden den Kindern Werte vermittelt, die sie nachhaltig berühren. Sie könnten wertvolle Anknüpfungspunkte für die Bewältigung gesellschaftlicher Schieflagen darstellen.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, selbst Stiftungsratsmitglied, lobte die Jury für die sorgfältige Auseinandersetzung mit den Anträgen. Sie versuche stets, ihre Wahl mit aktuellen Themen zu begründen. "Dies bedarf der besonderen Erwähnung, weil es sehr viel mehr bürgerschaftliches Engagement in der Stadt gibt, als dies durch die Preisverleihung zum Ausdruck kommen kann." Mit der Preisverleihung werde kein Ranking aufgestellt. Die Auswahl bezeichnet er als überzeugend. Sie könne auch dazu beitragen, mehr Betätigungsfelder bürgerschaftlichen Engagements zu finden.

Die Urkunde bekamen Leon Senger und Lukas Loibl stellvertretend für alle Gruppenleiter und die vor ihnen beim Zeltlager engagierten Generationen Jugendlicher und junger Erwachsener. Die von Wilfried Markus gefertigte dazugehörende Glasstele wurde erst am Dienstag überreicht. Senger sagte, es motiviere sehr, dass die Liebe, die sie fürs Zeltlager empfänden, öffentlich anerkannt wird. Loibl versicherte, mit dem Preisgeld in Höhe von 2500 Euro würden Dinge wiederbeschafft, die beim Brand im Sommer zerstört wurden.

Umweltpreis 2015
Auf der Leinegg wird nicht nur Jugendarbeit geleistet. Die Gruppe der Kirchengemeinde wurde 2015 mit dem Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg ausgezeichnet. Sie hatten dort in Eigenregie eine Photovoltaikanlage für eine autarke Stromversorgung gebaut.

Autor: ger