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21. Januar 2012

Leiter der Gewerbeschule: „Wir wollen zeigen, was wir alles zu bieten haben“

BZ-INTERVIEW mit Jürgen Maulbetsch, Leiter der Gewerbeschule, zum ersten Informationsnachmittag zu den weiterführenden schulischen Angeboten.

  1. Jürgen Maulbtsch Foto: staub

RHEINFELDEN. Die Gewerbeschule veranstaltet unter dem Motto "Wie geht es nächstes Schuljahr weiter?" am Freitag, 27. Januar erstmals einen Informationsnachmittag, um ihre Angebote für das technische Gymnasium, das zweijährige Berufskolleg und die einjährigen Berufsfachschulen vorzustellen. Ralf Staub hat bei Schulleiter Jürgen Maulbetsch nachgefragt.

BZ: Herr Maulbetsch, überall in der Region finden Ausbildungsbörsen statt, an denen jungen Menschen aufgezeigt wird, welche Möglichkeiten es nach der Schule gibt. Warum veranstaltet jetzt die Gewerbeschule auch einen Informationsnachmittag?
Jürgen Maulbetsch: Wir als Gewerbeschule sind ja auch an den Ausbildungsbörsen dabei, aber dort stehen eher die Ausbildungsangebote der Betriebe im Mittelpunkt, die schulischen Bildungsgänge gehen vielleicht etwas unter. Deshalb wollen wir den diesjährigen Absolventen von Hauptschulen, Werkrealschulen und Realschulen zeigen, was wir zu bieten haben. Auch für Gymnasiasten der 9. oder 10. Klasse aus der Region, die ihre Schule verlassen wollen, sind unsere Angebote interessant.

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BZ: In welcher Form werden Sie sich präsentieren?
Maulbetsch: Wir sind am Freitag Nachmittag von 14 bis 18 Uhr präsent, wobei wir mit dem Termin etwas unsicher sind, ob er angenommen wird. Aber die Alternative am Samstag Vormittag erschien uns auch nicht restlos überzeugend. Aber ich denke, dass für eine solch weitreichende Entscheidung wie die berufliche Entwicklung auch an einem Freitag Nachmittag Zeit sein sollte. Wir werden ein Infozentrum einrichten, wo Eltern und Schüler Antworten auf eher allgemeine Fragen zu unseren Angeboten erhalten. Ganz wichtig war uns aber, dass sich unsere Besucher wirklich im Gebäude bewegen können und unsere Angebote in Augenschein nehmen können. Unsere Schüler werden einiges vorbereiten und zeigen, was sie im Unterricht machen. So führen sie beispielsweise Steuerungen für Umwelttechnik vor oder zeigen Versuche und Analysen aus dem Chemielabor. Für mich ist es auch ganz wichtig, das sich unsere angehenden Schüler mit den bisherigen austauschen können, damit sie wissen, was auf sie zukommt, nicht dass jemand mit völlig falschen Erwartungen in unsere Schule eintritt und dann frustriert ist.
BZ: Mit wie viel Besuchern rechnen Sie?
Maulbetsch: Das ist für uns schwierig zu sagen, weil wir Neuland betreten. Aber wir haben alle Schulen, die in Frage kommen, angeschrieben und weil jetzt ja die Halbjahrszeugnisse anstehen, ist es für alle, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, höchste Zeit, sich darum zu kümmern, was sie nach der Schule tun wollen.
BZ: Ihren Berufsschulbereich stellen Sie demnach nicht vor ?
Maulbetsch: Nein, die Schüler die einen Ausbildungsplatz haben, kommen automatisch, zum Teil geschieht deren Anmeldung noch ganz kurzfristig, wenn sich, was bei kleineren Betrieben nicht außergewöhnlich ist, die Firma doch noch entschließt einen Auszubildenden einzustellen. Wir werden jetzt zum einen unser technisches Gymnasium mit dem Profil Umwelttechnik vorstellen, das ja sehr gut angelaufen ist. Außerdem das zweijährige Berufskolleg, das junge Menschen zum staatlich geprüften chemisch-technischen Assistenten – CTA – ausbildet, die gerne von Betrieben übernommen werden, die selbst keine Ausbildung haben. Zu guter letzt stellen sich auch die einjährigen Berufsfachschulen mit den Ausbildungsgängen Körperpflege, Installationstechnik und Metallbautechnik vor.

Infonachmittag an der Gewerbeschule, Hardtstraße in Rheinfelden, am Freitag, 27. Januar von 14 bis 18 Uhr;

JÜRGEN MAULBETSCH

Jahrgang 1965, seit August 2011 Leiter der Gewerbeschule Rheinfelden, zuvor sieben Jahre stellvertretender Schulleiter der Einrichtung mit rund 1000 Schülern. Maulbetsch wohnt in Rheinfelden, ist verheiratet und hat zwei Kinder.  

Autor: bz

Autor: rs