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21. März 2017

Leserbriefe

VERKEHRSKONTROLLEN

Überwachung mit Herz, Verstand und Mitgefühl
Zum Thema Verkehrskontrollen erreichte uns folgender Leserbrief:
Ab 1. April wird die Verkehrsüberwachung mit einer Person mehr ergänzt, die Überwachung von Verkehrssündern breiter und intensiver. Es stimmt bedenklich, wenn eine Vollzugsbeamtin ein Metermaß auspackt, um den genauen Abstand des geparkten Autos von der Kreuzung nachzumessen, oder wenn ein Senior, altersbedingt mobilitätseingeschränkt, der sich für wenige Minuten auf einen Behindertenparkplatz stellt, um in der Apotheke vis-a-vis ein bereits bezahltes, bereitgestelltes Medikament abzuholen, einen Strafzettel erhält. Sieht so Überwachung mit Herz, Verstand und Mitgefühl aus?

Den Rheinfeldern und den europäischen Besuchern unserer Stadt würde ich diesen Stil wünschen und keine preußische Korinthenkackerei. Unsere Schweizer Gäste setzen sich sowieso sehr häufig rigoros über alle Verkehrsregeln hinweg, wohl wissend, dass sie nicht belangt werden können. Rheinfelden sollte sich einen Ruf schaffen als eine Stadt mit Herz und Verstand.

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Wenn in einem Wohngebiet in der Kernstadt eine Straßenseite als 90 Minuten Parkzone ausgewiesen wird, so ist dies nicht gerade ein leuchtendes Beispiel für Herz und Verstand, denn es hat zur Folge, dass die gegenüberliegende Seite dicht zugeparkt wird, private Parkplätze und Garageneinfahrten blockiert werden. Diese wenig einzusehende Regelung fördert auch nicht das soziale Miteinander, denn ein Freundschaftsbesuch in einem Wohngebiet lässt sich eben nicht auf 90 Minuten beschränken! Eine Verkehrsüberwachung mit Herz und Verstand, die ein freundliches soziales Miteinander fördert, wünschte ich mir für unsere Stadt. Dies ließe sich durch klare Anweisungen und Parkregelungen ermöglichen, wo auch einmal ein Auge zugedrückt wird.

Irmengard Lützelberger, Rheinfelden

Autor: Irmengard Lützelberger, Rheinfelden