Leserbriefe

Klaus Elsässer, Grenzach-Wyhlen

Von Klaus Elsässer & Grenzach-Wyhlen

Sa, 24. Mai 2014

Rheinfelden

KESSLERGRUBE
Widersprüche erkennen
Zur Argumentation der Firma BASF:
Es wurde aber auch langsam Zeit: Endlich erfreuen die Verantwortlichen der BASF die Einwohner mit einer guten Nachricht. Das Unternehmen macht sich Sorgen über das Wohlergehen der Bürger, da diese bei einem Totalaushub des Perimeters II der Kesslergrube von jahrelangen Belästigungen geplagt würden. Genannt werden starker Lkw-Verkehr, Lärm, Staub und sogar ein Austrag der Giftstoffe in den Rhein, was vermutlich längstens geschehen ist. Dabei macht es Roche vor, wie man derartige Probleme bei ein und derselben Grube mit einem professionellen Organisationsplan, modernsten technischen Mitteln und der dahinter stehenden Willensabsicht akzeptabel und ein für alle Mal auch im Sinne kommender Generationen bewältigen kann.

Keinerlei Skrupel bezüglich der Bürger plagen jedoch die BASF, wenn sie die Ansiedlung des Sondermüllentsorgers Zimmermann nach wie vor aktiv unterstützt, mit der Konsequenz, dass bei Vollauslastung täglich bis zu 80 Lkw mit teilweise hochgiftigen Gefahrstoffen durch das Nadelöhr Wyhlen rollen würden und dies bei einer Vertragsdauer von 35 Jahren.

Den Verantwortlichen für die "Sanierung" des Perimeters II sollte doch inzwischen klar sein, dass der kritische Bürger durchaus in der Lage ist, solche Widersprüche zu erkennen.

Derartige Manöver sind lediglich dazu da, vom eigentlichen Kern der Auseinandersetzung abzulenken: Der Totalaushub ist und bleibt die nachhaltigere und zukunftsfähigere Lösung der Probleme in der Kesslergrube, wie es das Gutachten von Dr. Dörr ohne Wenn und Aber eindeutig belegt.

Klaus Elsässer, Grenzach-Wyhlen