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12. Januar 2015

Mahnwache für ein friedliches Miteinander

Freundeskreis Asyl reagiert.

RHEINFELDEN (BZ). Die erste Mahnwache des Freundeskreises Asyl in diesem Jahr findet am Dienstag, 13. Januar, 18 Uhr für die Menschenrechte von Flüchtlingen statt. Dabei wird es angesichts der Attentate von Paris und der Pegida-Demonstrationen auch um ein Eintreten für ein friedliches Miteinander von Menschen verschiedener Kulturen, Nationalitäten und Religionen in unserer Gesellschaft gehen. Alle Menschen sind einzuladen, ein Zeichen zu setzen: 20 Minuten auf den Kirchplatz vor dem Rathaus.

Der Freundeskreis Asyl hat außerdem eine Stellungnahme nach den Ereignissen in Paris verfasst. Darin heißt es, dass "zuerst ein Moment des Innehaltens angemessen" sei, in dem versucht wird "Trauer und Leid nachzuempfinden". Das Attentat rüttle an den "Grundfesten unserer Ordnung". Es werde dabei bewusst, "wie nachlässig wir oft mit unseren Freiheiten umgehen". Es werde oft vergessen, dass jahrhundertelang darum gekämpft worden ist, seine Meinung zu sagen, was heute als selbstverständlich gilt. Asylbewerber, um die sich der Freundeskreis kümmert, seien selbst Opfer eines Systems staatlicher Unterdrückung in ihren Heimatländern.

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Nachdem die schrecklichen Taten im Namen des Islam verübt worden sind, erscheine es richtig, "dass viele islamische Organisationen Stellung dazu nehmen". Der Islamrat betone, dass diese "Leute die Werte Mohammeds verraten". So empfinde es auch die Mehrheit der islamischen Bürger vor Ort. Der Freundeskreis geht davon aus, dass interreligiöse Gottesdienste und Aussagen politischer Entscheidungsträger verhindern, "dass islamische Bürger automatisch unter einem Rechtfertigungszwang" stehen.

Der Freundeskreis appelliert aber auch, sich darüber Gedanken zu machen, dass der Westen durch seine Abhängigkeit von Ressourcen und militärische Einmischung Konflikte zum Teil erst hervorgebracht hat. Christina Wallaschek glaubt aber, dass in Rheinfelden zu erleben sei, dass die Bevölkerung "hinter unseren Aktivitäten steht".

Alle Interessierten treffen sich am Dienstag nach der Mahnwache in den Räumen der Christuskirche, um Themen und Aktivitäten zu besprechen. Ausnahmsweise geht es danach in eine nahe Lokalität, auch um die Auszeichnung durch den Bürgerpreis 2014 zu feiern. Alle Interessierten sind willkommen. Kontakt über http://www.asylnet.de joerg_hinderer@web.de, 07623/909682.

Autor: mtp