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21. März 2017

Rheinfelden

Maschinenbauer CVS erhält grünes Licht für die Betriebserweiterung

Fraktionen stimmen Änderung des Bebauungsplans zu / Der Fall gibt aber Anlass, verschärfte Baubestimmungen zu diskutieren.

  1. Das Unternehmen erhält eine Erweiterungsmöglichkeit. Foto: Gollin

RHEINFELDEN (ibö). Der Bebauungsplan fürs Gewerbegebiet Schildgasse wird ein viertes Mal geändert, obwohl sich damit Eingriffe in die bestehende Grünplanung nicht vermeiden lassen. In der Interessenabwägung bewerteten die Sprecher der Fraktionen das Interesse an der Produktionserweiterung des Maschinenbauers CVS als höher. Damit das mittelständische Unternehmen am Standort Zukunft erhalte, werden die Baugrenzen Richtung Dürrenbach erweitert. Rainer Vierbaum sprach für die CDU in diesem besonderen Fall von "einer wohlbegründeten Ausnahme", die im Interesse der lokalen Wirtschaft gemacht werde. Zustimmung gab auch Willi Hundorf für die SPD, obwohl der Verzicht auf den Grünstreifen als "problematisch" gesehen werde. Er lenkte angesichts der Problemlage nochmals auf die Frage, ob das angrenzende und für eine Bebauung brachliegende Grundstück an den heutigen Besitzer verkauft worden sei. Wenn dies vor weniger als zehn Jahren der Fall gewesen sei, appellierte er an die Stadt, zurückzukaufen und verweis darauf, dass für die Zukunft zu prüfen sei, ob durch eine Bauverpflichtung solche "Fehlentwicklungen" zu verhindern seien. In die gleiche Kerbe hieb Alfred Winkler, der daran appellierte, Baugebote zu erlassen, wenn solche Bauplätze nicht innerhalb einer festgesetzten Frist bebaut werden. Ein Grundstück brachliegen zu lassen, sei derzeit die "lukrativste Geldanlage" und nicht zu bauen somit eine Möglichkeit zu spekulieren.

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Die Freien Wähler sprachen sich dennoch dafür aus, dass der Betrieb eine "Entwicklungsperspektive" erhält und gehen mit Karin Reichert-Moser davon aus, dass der Verlust der Grünflächen auf andere Weise wieder ausgeglichen wird.

Zustimmung für die Grünen signalisierte auch Heiner Lohmann, obwohl ein "erheblicher Eingriff" in die Landschaft stattfinde. Es werde auf eine "befriedigende Lösung" im Verfahren gehofft.

Autor: ibö